Im Urlaub versenkt

Lange Reise übers Meer: Antwort auf Flaschenpost nach zwei Jahren

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Beim Segeln: 2014 versenkte Lena die Flaschen in der Ostsee.

Hausen. Lena Karsch (11) war baff, als sie vor einigen Tagen Post aus Rostock im Briefkasten hatte. Der Brief enthielt wiederum ein Schriftstück, das Lena vor mehr als zwei Jahren im Urlaub verfasst hatte - und der Inhalt ihrer damals bei Kühlungsborn in die Ostsee versenkten Flaschenpost war.

Christin Brech aus Rostock hat die ungewöhnliche Fracht jetzt am Warnowufer gefunden, und der Elfjährigen aus Hausen postwendend geschrieben. „Ich hatte schon gar nicht mehr an die Flaschenpost gedacht“, erzählt Lena.

Ritual im Urlaub

Dabei gehört es seit vielen Jahren zum Urlaub der Karschs einfach dazu, eine Flaschenpost in die Fluten zu werfen. Die Botschaften von Bruder Jannis werden dabei deutlich seltener gefunden, Lenas hingegen schwimmen immer zu einem Finder. Daraus haben sich Brieffreundschaften entwickelt.

Generalstabsmäßig vorbereitet wird das Projekt Flaschenpost vor jedem Urlaub von Papa Peter Karsch, besser bekannt als Eintracht-Peter. Der Familienvater sorgt für das perfekte Material: Flasche mit Korken und Siegelwachs. „Das Innere muss tatsächlich trocken geblieben sein. Der Brief ist gut erhalten“, freut sich der Hausener.

Brief kehrte zurück: Die elfjährige Lena Karsch aus Hausen freut sich, dass sie nach zweieinhalb Jahren Antwort auf ihre Flaschenpost bekam.

Die Finderin entdeckte die gläserne Fracht in der Warnow. Sie klärte Lena per Brief darüber auf, dass das ein 155 Kilometer langer Fluss in Mecklenburg-Vorpommern sei, der in Warnemünde in die Ostsee mündet. „Ich finde deine Post unheimlich süß und eine tolle Idee“, schrieb die 26-Jährige weiter. Mittlerweile haben sich die Hausenerin und die Rostockerin auf Facebook gefunden - und schreiben sich regelmäßig. Nur Bruder Jannis (7) ist ein bisschen traurig: „Ich hatte bisher immer Pech. Mir hat noch keiner geschrieben.“ Doch die Familie Karsch wird das Projekt Flaschenpost weiter verfolgen - spätestens im nächsten Urlaub.

Quelle: HNA

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