Zum 50. Geburtstag des Freibads gab es eine Rückschau bis die 1920er Jahre

Ein Bad mit langer Historie

Olympiade zum Jubiläum: Jette Fink (oben) war dabei munter wie ein Fisch im Wasser. Die dänischen Urlaubsgäste Lorentzen feierten ebenfalls gern mit, hinten Vater Bo, vorn Lasse, Kasper und Jacob.

Frielendorf. Das Wasser stand am Samstag in Frielendorf im Mittelpunkt: „Das bekommen wir als einzigen Reichtum zur Genüge aus unserem artesischen Brunnen“, sagte Bürgermeister Birger Fey. Zusammen mit Mitgliedern des Fördervereins, Gästen, der Altenhilfe, der Jugendpflege, dem Team des Kindergartens, Campingplatzpächterin Kati Fenchel und Schwimmmeister Volker Siemon feierten die Frielendorfer ein besonderes Jubiläum – ihr Freibad wurde 50 Jahre alt.

Bei freiem Eintritt und bestem Wetter strömten die Besucher auf das Gelände. „Früher wurde das Bad aus dem Hollenbach gespeist“, blickte der Bürgermeister zurück. Dieser Zulauf sei von nicht so angenehmen Gefährten wie Fröschen, Blutegeln und Wasserhühnern begleitet gewesen.

„Freibäder sind und bleiben eine wichtige kommunalpolitische Einrichtung.“

Bürgermeister Fey

In die Geschichte des Bades hatte sich Hobbyhistoriker Walter Schönhut eingearbeitet und eine kleine Chronik geschrieben. Darin beschreibt er die Renovierung, den Bau und die Umgestaltung von insgesamt fünf Freibädern – immer an der selben Stelle.

Das erste Bad wurde in den 1920er Jahren mitten im Fischteich abgegrenzt. Ein Bad ohne Uferbefestigung entstand 1934. Eine Mauereinfassung folgte zwei Jahre später. „Das war ein Riesenfortschritt“, sagte Fey. Andernorts wurde in Bächen gebadet. Eine weitere Renovierung gab es 1964. Gemeinhin galt das Frielendorfer als eines der modernsten Bäder dieser Zeit. „Die damalige Wasserqualität war wegweisend“, sagte Fey.

Eine Schwimmabteilung entstand, es wurde Nachwuchs ausgebildet. Alsbald wurde das Bad reparaturbedürftig. Doch erst 2009 konnte mit dem zuvor gegründeten Förderverein das Projekt realisiert werden. Mithilfe von Zuschüssen in Höhe von 300 000 Euro gelang der Umbau. Mehr als 30 000 Euro Eigenleistung flossen ein, insgesamt 1656 Arbeitsstunden. Die Kosten beliefen sich damals auf 600 000 Euro. Das Nichtschwimmbecken wurde abgesenkt, eine Solaranlage erwärmt das Wasser. Im Jahr der Sanierung besuchten 3000 Gäste das Bad, ein Jahr später waren es 5800 Besucher. Der Besucherrekord wurde 2013 mit 14 437 Gästen aufgestellt. „Freibäder sind und bleiben nach wie vor eine wichtige kommunalpolitische Einrichtung“, sagte Fey. In das Zukunftskonzept sei der Förderverein fest integriert.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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