Kurz und knapp: Theatergruppe der Christophorusschule präsentierte ein großes Schiller-Drama

Langes Stück in nur 30 Minuten

Theater ist ihre Leidenschaft: Die Darsteller der Theater-Insekten der Christophorusschule in Oberurff während ihrer Aufführung. Foto: Privat

Oberurff. Was macht eine Theatertruppe, die vom klassischen Drama begeistert ist und deren Aufführung 30 Minuten nicht überschreiten darf? Da gibt es nur eins: Der Text wird gekürzt, Nebenrollen fallen weg, die fünf Akte in der bekannten Pyramidenform werden in knappe Einzelszenen zerlegt.

Das klingt einfach, ist es aber nicht. Der Theatergruppe der Christophorusschule Oberurff – die so genannten Theater-Insekten mit ihrer Leiterin Ira Sala – gelang es, Schillers Drama „Die Jungfrau von Orléans“ aus dem Jahr 1801 so in Szene zu setzen, dass es fast wie ein modernes Stück wirkte, auch wenn jedes einzelne Wort aus der Feder des klassischen Autors stammt.

Die Theater-Insekten begeisterten das Publikum bei den musischen Festtagen in Nagold. Jetzt erhielten die Daheimgebliebenen Gelegenheit, das Werk zu begutachten. Die Zuschauer genossen die Aufführung mit gespannter Aufmerksamkeit.

Die jungen Darsteller spielten ihre Rollen mit großer Konzentration und Ernst, der sich erst beim verdienten Schlussapplaus in befreiendem Lachen auflöste. Man darf gespannt sein auf weitere Inszenierungen der engagierten jungen Darsteller, die mit ihrem Motto „Nimm es an und mach was draus“ voll ins Schwarze getroffen haben.

Die Mitwirkenden: Lydia Becker, Joshua Braun, Aenne Brausse, Gisa Drüsedau, Mara Fischer, Sinah Frank, Inga von Kortzfleisch, Julian Manß, Alisa Noll, Vincent Plitz, Emma Pudenz, Muriel Racky, Karoline Rauhmeier und Linnea Zülch. (red)

Quelle: HNA

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