Förderverein der Schulsternwarte hatte zum Schnuppen-Gucken eingeladen – Erst spät ohne Wolken

Langes Warten auf den Meteorschwarm

Sie hielten durch bis Mitternacht: Carsten Stöhr (links) und Gerhard Rausch erklärten den Sternenguckern Cornelius Benedikt Kliebe, Konstantin Kliebe und Jakob Stieglitz die Bilder am Himmel und ließen sie durch das Teleskop blicken. Foto: Eberlein

Gudensberg. Der Förderverein der Schulsternwarte in Gudensberg hatte zur Sternschnuppenbeobachtung geladen. An der neuen Sternwarte am Weinberg versammelten sich die Sternengucker zur gemeinsamen Betrachtung des nächtlichen Himmels und warteten auf den Meteorschwarm der Perseiden.

Einmal im Jahr, immer um den 12. August herum, kreuzt die Erde den Staubschweif des Kometen „Swift-Tuttle“. Wenn staub- bis kieselsteingroße Kometenpartikel mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre gelangen, dann leuchten sie auf – Sternschnuppen nennt der Volksmund diese Erscheinungen. Um das Schauspiel zu sehen, hatten sich 28 Erwachsene und fünf Kinder bei der Sternwarte angemeldet. Mit Klapp-stühlen, warmen Decken und Getränken gerüstet, machten es sich die Beobachter neben der Sternwarte gemütlich. Gerhard Rausch und Carsten Stöhr vom Förderverein hatten das kleine Gebäude am Stadtrand für die Besucher geöffnet. Es wurden Sternenbilder erklärt, und wer wollte, konnte einen Blick durch das Maksutow-Newton-Teleskop mit einer Öffnung von 356 und einer Brennweite von 1600 Millimetern in die Sterne werfen. „Viel hat man wegen der Wolken zunächst nicht gesehen“, bedauerte Gerhard Rausch. Eine nahezu geschlossene Wolkendecke versperrte die Sicht auf das Spektakel. Nur vereinzelt rissen die Wolken auf und gaben den Blick frei. Ein paar Sternschnuppen wurden zwar gesichtet, der erhoffte Sternschnuppenregen blieb aber aus.

Wolken verzogen sich

Wer jedoch die Geduld aufbrachte und bis nach Mitternacht wartete, wurde belohnt. Dann verzogen sich die Wolken über Gudensberg und gaben ein wunderschönes Bild frei.

Neben den Sternschnuppen waren auch beispielsweise der Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules (M13) und der Doppelstern Albireo im Sternbild Schwan deutlich zu erkennen. Und auch die internationale Raumstation ISS flog mehrmals in der Nacht vorbei.

www.schulsternwarte-gudensberg.de

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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