Intitiative fordert in der Ortslage sicherere Ampelkreuzung an der Bundesstraße

Laster brettern über Rot

Arbeitskreis Ampelkreuzung: von links Karlheinz Schmidt, Werner Jasper, Manfred Vogel, Armin Boppert, Markus Neumann, Bernd Heer, Kai Pfaff und Maik Huber wollen auf Gefahren an der Bundesstraße in Leimsfeld aufmerksam machen. Foto: Grede

Leimsfeld. Die Bundesstraße teilt die Ortslage Leimsfeld, die damit verbundene Gefahr eint die Einwohner. „Guckst du oder fährst du schon“, unter diesem Motto fordert eine Initiative eine sicherere Ampelkreuzung an der Bundesstraße 254 in der Ortslage. Gemeinsam mit dem Ortsbeirat macht der Arbeitskreis Ampelkreuzung auf einen weiteren Gefahrenschwerpunkt an der Bundesstraße in Leimsfeld aufmerksam: Die Abfahrt der Kreisstraße in Richtung Obergrenzebach.

Straßenverkehr ist Teil des Lebensumfelds der Leimsfelder. Südöstlich der Bundesstraße liegt der alte Ortskern, nordwestlich, im Gebiet Bahnhofsstraße, überwiegt neuere Bebauung.

Schon die Kinder wissen, selbst wenn die Ampel Grün für Fußgänger anzeigt, dürfen sie die Straße nicht überqueren, erklärte Markus Neumann vom Arbeitskreis Ampelkreuzung. Denn insbesondere der Schwerverkehr ignoriert nach den Erfahrungen der Leimsfelder die Signale. Viele nähmen sich das Recht der freien Fahrt, gerade Laster bretterten häufig bei Rot über die Ampel.

An der Kreisstraßenkreuzung in Richtung Obergrenzebach ist freie Fahrt dagegen gewährt: Hier wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung von vorher 70 Stundenkilometern aufgehoben. Auch hier entstehen Gefahrensituationen, die nicht nur Neumann schon erlebt hat.

Kein Unfallschwerpunkt

Dort wo Leimsfelder täglich brenzlige Situationen beobachten, seien keine Unfallschwerpunkte, bekommen die Leimsfelder von offizieller Stelle zu hören. Wenn noch nichts Schlimmeres passiert ist, dann nur, weil die Leimsfelder sich im Laufe der Jahre der Gefahrenlage angepasst haben, ist der Leimsfelder Karlheinz Schmidt überzeugt.

Viele stoppen nicht

Denn jeder Einwohner habe schon brenzlige Situationen erlebt. Häufig würden Laster bereits mit Hupen ankündigen, dass sie wegen der roten Ampel nicht anhalten würden.

„Ein derartiges Verhalten lässt sich jedoch mit Hilfe straßenverkehrsrechtlicher Maßnahmen nicht vermeiden.“

Regierungspräsidium

Die Leimsfelder wollen eine Einschätzung des Regierungspräsdiums nicht so einfach hinnehmen. Die Behörde äußert sich unter anderem in von der Polizei und Hessen Mobil zusammengefassten Stellungnahmen.

Dort heißt es, dass die Verkehrssituation im Bereich der Ampel offensichtlich auf Fehlverhalten der Kraftfahrer beruhe. „Ein derartiges Verhalten lässt sich jedoch mit Hilfe straßenverkehrsrechtlicher Maßnahmen nicht vermeiden“, schreibt das Regierungspräsidium der Leimsfelder Initiative.

Bei einem Ortstermin am Dienstag, 3. April, wollen sich die zuständigen Behörden gemeinsam mit den Leimsfeldern ein Bild von der Verkehrssituation machen.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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