Elvis-Fahrzeug vorgestellt

Neuer Lastwagen soll doppelt so viel Platz für Ladung bieten

Bei der Arbeit: Ein Gabelstapler-Fahrer belädt die neu konzipierte Ladefläche des Elvis-Laster. Die Ladeebenen sollen künftig verstellbar sein und somit effizienteres Beladen ermöglichen. Foto: Yüce

Homberg. Viele Lastwagen, die auf den Straßen unterwegs sind, transportieren zur Hälfte Luft. Denn oft lasten Teilladungen die Fahrzeuge nicht komplett aus. Das soll sich jetzt ändern, denn die Elvis Teilladungssysteme mit Sitz in Homberg haben ein neu entwickeltes Fahrzeug vorgestellt, dass die Ladekapazitäten pro Zug fast verdoppeln könnte.

„Gerade bei flach gepackten Paletten transportiert der LKW zur Hälfte Luft und diesen Zustand möchten wir nicht länger hinnehmen“, sagt Elvis-Vorstand Jochen Eschborn. Daher habe man sich in den vergangenen Monaten mit dem Hersteller Fahrzeugwerk Bernhard Krone an die Konstruktion des Trailers gemacht.

Grundlage dabei ist ein Megaliner. Die Besonderheit liege in der zweiten Ladeebene, die durch höhenverstellbare Zwischenböden entstehe. Die Zwischenböden seien unabhängig voneinander in drei Segmenten des Fahrzeugs in ihrer Position veränderbar und könnten so auf die jeweils zu verladenden Sendungen angepasst werden. Durch diese Konstruktion könnten flache Packstücke in zwei Ebenen übereinander gestellt werden, auch wenn die Stücke ansich nicht stapelbar seien. Allerdings konnte das im ersten Praxistest vor geladenen Gästen nicht gezeigt werden. „Es ist ein Prototyp, der am Reißbrett entstanden ist und jetzt erstmals präsentiert wird. Das Verstellen der Bühnen ist noch eine technische Herausforderung“, sagte Eschborn. Auslieferungsreif seien die Fahrzeuge im Januar. „Dann kann ein LKW das schaffen, was sonst zwei schaffen“, fügt er an. Daher erwarte man sich von dem neuen System eine höhere Wirtschaftlichkeit. Zudem sei es umweltfreundlicher. „Es ist eine verrückte Idee, die wir in die Tat umgesetzt haben“, fügt Eschborn an und bekam dafür Applaus von den Fachleuten.

Neu ist auch die verlängerte Planenführung, die es ermöglicht, die Seite des Fahrzeugs komplett zu öffnen, ohne dass die zusammengeschobene Plane einen Teil der Öffnung verdeckt. „Für die seitliche Be- und Entladung brauchen wir die volle Breite des Fahrzeugs, um den Umschlag effektiv und schnell zu bewältigen“, sagte Hans-Jürgen Ernst, Elvis-Geschäftsführer. „So können wir die Luft in den Fahrzeugen ablassen.“

Das Fahrzeug wird unter dem Namen Elvis Vario Liner zunächst exklusiv für den Elvis Verbund produziert und wird über eine Kapazität von bis zu 60 Stellplätzen verfügen. Zum Vergleich: bislang waren es maximal 34 Stellplätze je Laster.

Quelle: HNA

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