Anwohner an der Bundesstraße fordern Lärmschutz und keine weiteren Logistikfirmen

Laster rauben Nachtruhe in Homberg

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Protest gegen Laster-Lärm: Die Anwohner des Auewegs und der umliegenden Straßen haben sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen und fordern einen Lärmschutz entlang der Bundesstraße 323 und keine Neuansiedlung von Logistikfirmen.

Homberg. Das Fleckchen Eder im Aueweg und den angrenzenen Straßen könnte eine Idylle sein. Doch der Lärm der Laster von der Bundesstraße 323 lässt die Anwohner nicht schlafen.

Jetzt haben sie genug. Sie fordern, keine weiteren Logistikunternehmen in Homberg anzusiedeln, Lärmschutzwände zu bauen sowie ein Tempolimit auf der Bundesstraße. Es war die Ansiedlung des britischen Logistiker Palletways, die die Anwohner entlang der Bundesstraße 323 aufgeschreckt hat.

Sie fürchten noch mehr Verkehr und damit noch mehr Lärm, der zum Teil noch nicht einmal 100 Meter von den Häusern verlaufenden Straße. Vor allem in den Abendstunden sei der Krach unerträglich. "Schlafen bei offenem Fenster ist nicht möglich", sagt Harald Gies, der die Bürgerinitiative organisiert hat.

In kurzer Zeit haben sie über 230 Unterschriften gesammelt, mit dem sie ihre Forderungen untermauern. Ähnlich wie die Bürgerinitiative Holzhäuser Feld fordern sie, in Homberg keine Logistikunternehmen mehr anzusiedeln. "Die gehören ins Gewerbegebiet an die A7", sagen Gies und seinen Mitstreiter.

Welchem Lärm die Anwohner ausgesetzt sind, haben sie mit einer kleinen Verkehrszählung dokumentiert. Am Freitag von Pfingsten zählten die Anwohner im Bereich des Auewegs zwischen 21 und 22 Uhr sage und schreibe 70 Laster. Zum Teile seien die Laster in Fünfer-Konvois gefahren, wodurch der Lärm sich noch erhöht hätte. Von Lärm und Gestank sind die Anwohner der Bundesstraße doppelt belastet. Zum einen bei der Anfahrt und zum anderen bei der Abfahrt Richtung A7. Ein gemütlicher Grillabend im Garten sei unter diesen Bedingungen nicht möglich.

Motorbrummen und das Rollgeräusch der Reifen stören jedes Gespräch und beeinträchtigen die Nachtruhe. Dazu komme, dass die Lärmschutzwände, die nur an einem kurzen Straßenstück stehen aus der Bauzeit der Bundesstraße stammen. Es Bislang habe es keine Anpassung an das gestiegene Verkehrsaufkommen gegeben. Unter den Folgen leiden die Anwohner immer mehr.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben sie die Unterschriftenlisten unter anderen beim Verrückten Floristen in der Ziegenhainer Straße ausgelegt. Alle Unterschriften wollen sie in den kommenden Wochen Bürgermeister Martin Wagner geben in der Hoffnung, dass es während der Nacht wieder ruhiger im Wohngebiet wird. (ras)

Quelle: HNA

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