Sattelzugmaschine ausgebrannt - 100.000 Euro Schaden

Lkw-Brand auf A7: Millionenschaden verhindert

In der Nacht zu Montag brannte auf der A7 zwischen Völkershain und Parkplatz Pommer die Zugmaschine eines Lastwagens aus. Dabei entstand nach Angaben der Autobahnpolizei Bad Hersfeld ein Schaden in Höhe von 100.000 Euro.

Der Lkw-Fahrer alarmierte gegen 2.45 Uhr die Polizei und Feuerwehr: Die Homberger Brandschützer rückten mit 24 Einsatzkräften aus und löschten die lichterloh brennende Zugmaschine. Die Ladung des Lasters blieb von Feuer und Wasser verschont: Der aus Bad Oldesloe stammende Laster hatte sechs Tonnen Zigaretten geladen.

Die Autobahnpolizei Bad Hersfeld geht bei der Brandursache von einem technischen Defekt – eventuell am Turbolader – aus. Der 66-jährige Fahrer eines Lastwagens hatte gegen 2.45 Uhr zwischen Völkershain und dem Parkplatz Pommer bemerkt, dass Flammen aus dem Motorraum schlugen. Der Mann habe es gerade noch rechtzeitig geschafft, sein Fahrzeug auf den Standstreifen zu lenken und hinaus zu springen. Bis auf eine Reisetasche konnte er keine persönlichen Dinge retten. Auch seine Geldbörse und alle Papiere und Unterlagen verbrannten.

Die 24 Einsatzkräfte der Feuerwehr Homberg hatten am Einsatzort alle Hände voll zu tun: Sie setzten 5000 Liter Wasser und 60 Liter Schaummittel ein, um die lichterloh brennende Zugmaschine zu löschen. Dabei gelang es ihnen, das Übergreifen des Brandes auf die Fracht zu verhindern: Auf der Ladefläche befanden sich 27 Paletten Zigaretten. Die Feuerwehr habe allerdings erhebliche Probleme gehabt, die Tür zur doppelt und dreifach versiegelten Fracht zu öffnen: Nur mit schwerem Gerät und funkenschlagender Flex sei es im Beisein mehrerer Polizisten überhaupt möglich gewesen, den Laderaum zu öffnen, berichtet Feuerwehrsprecher Christian Ide: „Das Fahrzeug war so gut wie gepanzert.“

Suche nach Brandnestern

Die Feuerwehrleute durchsuchten die Ladefläche mit der Wärmebildkamera nach weiteren Brandnestern. Danach wurde der Hänger wieder verplombt und von einem anderen Lastwagen übernommen.

Die Feuerwehr pumpte 800 Liter Diesel ab und verhinderte so, dass der Kraftstoff in den Boden einsickerte. Außerdem sicherte sie während der Bergungsarbeiten die Unfallstelle. Während der Lösch- und Bergungsarbeiten, berichtet die Autobahn Polizei Bad Hersfeld, mussten zwei Fahrstreifen in Fahrtrichtung Süden gesperrt werden. Montagvormittag dauerten die Aufräumarbeiten noch an, die Brandschützer beendeten ihren Einsatz gegen 8 Uhr. Die Autobahnmeisterei prüft nun noch, ob und welche Schäden durch die extrem hohe Hitze an der Fahrbahn entstanden sind. (bra)

Quelle: HNA

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