Laternen sorgen für Ärger

Beschwerden über neue Beleuchtung in Felsberg

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Dicht an der Hauswand: Die neuen Straßenlaternen an der Obergasse leuchten Anwohnern ins Schlafzimmer.

Felsberg. An den neuen Straßenlaternen in der Felsberger Altstadt hat sich eine Diskussion entzündet. Aus Sicht einiger Anwohner stehen die Lampen zu dicht an den Häusern, sind zu hell und zu hoch.

Die Straßenbeleuchtung in der Altstadt soll im Zuge von Straßenbauarbeiten erneuert werden. Zwölf neue Laternen sind geplant, vier oder fünf stehen bereits seit Ende Januar (zum Beispiel in der Obergasse). Doch seitdem haben sich einige Anwohner über die Lampen beschwert, berichtet Felsbergs Ortsvorsteher Klaus Döll. „Die Laternen stehen da wie Bohnenstangen“, schildert er. „Manchen Leuten leuchten sie ins Schlafzimmer rein.“ Zum Teil betrage der Abstand zu den Häusern lediglich fünf bis zehn Zentimeter.

„In den Altstadtstraßen herrschen beengte Verhältnisse“, räumt Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz ein. „Dadurch stehen die Laternen natürlich sehr dicht an den Häusern.“

Allerdings weist er darauf hin, dass der Ortsbeirat in die Entscheidung, welche Lampen aufgestellt werden, einbezogen wurde. Das bestätigt auch Ulrich Schnürer vom Straßenbauamt: Alle Daten zu den geplanten Laternen hätten dem Ortsbeirat vorgelegen. Dieser habe zwischen drei Lampenmodellen wählen können. Die Mitglieder hätten sich aber nicht zwischen zwei Modellen entscheiden können, deshalb hätte letztlich der Magistrat eine Variante ausgewählt.

Diese Laternen sind 4,50 Meter hoch und so gestaltet, dass sie zur Altstadt-Umgebung passen. 13.800 Euro haben die zwölf Laternen inklusive Aufbau gekostet, geliefert und installiert werden sie von der Eon.

Interview mit dem Bürgermeister

Der Felsberger Ortsbeirat hat nun beschlossen, dass die Laternen um einen Meter gekürzt und außerdem versetzt werden, so dass sie 40 Zentimeter von den Häusern entfernt stehen. „Rein technisch ist das kein Problem“, sagt Ulrich Schnürer.

Allerdings könnte dies zu neuen Problemen führen: Nach Angaben der Eon würden die gekürzten Laternen die Straße ungleichmäßig beleuchten und die Autofahrer zum Teil blenden. Bürgermeister Steinmetz gibt außerdem zu bedenken, dass die Laternen, wenn sie weiter von den Häusern entfernt stünden, den Verkehr auf der Straße behindern könnten.

Dieses Problem sieht auch Ortsvorsteher Döll. Eine andere Möglichkeit wäre aus seiner Sicht, die Laternen nicht auf Pfähle zu setzen, sondern sie direkt an den Hauswänden zu montieren. Um zu vermeiden, dass das Licht in die Schlafzimmer scheine, könne man die Rückseite der Lampen mit Folie abdecken. „Wir werden gemeinsam mit der Stadt eine Lösung suchen“, sagt er.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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