Fritzlarer Regionalmuseum zeigt eine A.E. Johann-Ausstellung

Leben eines Reisenden

Fasziniert: Dr. Johann-Henrich Schotten und Marlies Heer vom Museumsverein Fritzlar und Rudi Zülch von der A.E. Johann-Gesellschaft (von links) präsentieren in der Ausstellung unveröffentlichte Manuskripte und Bücher des Schriftstellers. Foto: Szamborzki

Fritzlar. Er schrieb fast 90 Romane und bereiste die Welt zu einer Zeit, als es noch keine Pauschalangebote und Billigflüge gab. Das Leben des Schriftstellers A. E. Johann (1901 bis 1996) ist facettenreich und spannend, wie eine Wanderausstellung im Regionalmuseum Fritzlar zeigt.

Der Weg zum beliebten Schriftsteller mit einer Gesamtauflage von 20 Millionen Exemplaren führte zunächst über Umwege. Johann arbeitete unter anderem als Wirtschaftsprüfer, Holzfäller, Tomatenpflücker, Journalist und Klavierspieler. 1927 wanderte er nach Kanada aus, bevor er in den 1930er-Jahren Amerika, Afrika und Asien bereiste.

Rückkehr nach dem Krieg

Im Zweiten Weltkrieg kehrte Johann, der mit vollem Namen Alfred Ernst Johann Wollschläger hieß, nach Deutschland zurück. Von 1945 bis 1947 lebte er in Nordhessen, bevor er sich als Schriftsteller in die Lüneburger Heide zurückzog. Von dort brach er zu zahlreichen großen Reisen auf und schrieb mindestens einen Roman pro Jahr. Rudi Zülch aus Knüllwald, Vorsitzender der A. E. Johann-Gesellschaft, konzipierte eine Wanderausstellung, die auf zwölf Tafeln aus dem Leben des Reiseschriftstellers berichtet. Die Schau zeigt außerdem neben Johanns Reisekoffer, Kamera und Schreibutensilien auch zwei unveröffentlichte Manuskripte. Eine Hörstation bietet weitere Einblicke. Man kann eine Broschüre und eine DVD über A. E. Johann erwerben. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni zu sehen. Gruppen können flexibel Termine vereinbaren. Der Eintritt kostet einen Euro. (fsz) • Museum, Tel. 0 56 22/798 597. dienstags bis samstags 10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr, sonntags 15 bis 17 Uhr.

Quelle: HNA

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