Marianne (77) und Heinrich (82) Schütz begehen heute das Fest der Diamantenen Hochzeit

Leben lang miteinander reden

Gaben sich vor 60 Jahren das Jawort: Marianne und Heinrich Schütz haben im Jahr 1953 in Sebbeterode geheiratet. Foto: Rose

Sebbeterode. Auf dem Hofgut Richerode fanden Marianne und Heinrich Schütz nicht nur Arbeit, sondern auch die große Liebe: Vor mehr als 60 Jahren lernten sich die beiden dort kennen, heute feiern die 77-Jährige und ihr 82-jähriger Mann das Fest der Diamantenen Hochzeit.

Ursprünglich wollte der junge Heinrich, ein gebürtiger Sebbeteröder, den Beruf des Schlossers lernen. „Aber alle Lehrmeister waren doch im Krieg“, erzählt er. Weil die Familie selbst immer eine kleine Landwirtschaft betrieb, entschied er sich für das Arbeiten auf Feld und Hof. Im Mai 1949 fand Schütz eine Anstellung in Richerode, wo er zunächst ein Gespann mit Pferden lenkte, später Schlepper fuhr.

Seine zukünftige Frau war der Arbeit wegen mit der Familie aus Mittelfranken in die Gegend gezogen. Sie lernte auf dem Hofgut das Kochen. „Denn damals wurde ja noch für alle Bewohner selbst gekocht“, erzählt sie. 1953 heiratete das Paar und zog ins Haus von Heinrichs Eltern nach Sebbeterode, dort wurde der erste Sohn geboren, zwei weitere Sprösslinge erblickten 1958 und 1967 das Licht der Welt.

Arbeit auf Hofgut Richerode

Heinrich Schütz sicherte mit seiner Arbeit in der Landwirtschaft das Auskommen der Familie. Seine Frau umsorgte die Kinder, kümmerte sich um den großen Garten und ging – als die Kinder aus dem Gröbsten heraus waren – ebenfalls wieder arbeiten. Kurze Zeit fand sie eine Beschäftigung bei Freudenberg, dann bewarb sie sich wieder auf ihre alte Stelle in Richerode – und wurde dort erneut eingestellt.

In iher Freizeit gingen Schützes stets gern Singen, bis heute sind sie im Gesangverein. Regen Kontakt gab es zur Verwandtschaft: „Wir waren immer in Feierlaune“, erzählt die 77-Jährige. Doch wo Licht, da auch Schatten: Marianne Schütz pflegte ihre schwerstkranke Schwiegermutter, Heinrichs Vater verstarb plötzlich.

Deshalb ist das Paar heute froh, Kinder und drei Enkel um sich zu haben. Alle wohnen in der Region, der jüngste Sohn mit im Haus. Im und um das Haus zu werkeln, das ist für beide eine schöne Aufgabe. „Wir sind Naturmenschen, sind gerne draußen“, sagen sie. Als Lohn für die viele Arbeit unternahm das Paar bis vor wenigen Jahren noch regelmäßig reisen. Mit dem Auto oder dem Bus ging es nach Österreich oder Bayern.

Das Geheimnis ihrer langen Ehe beschreibt Marianne Schütz so: „Ich habe oft geschlichtet, aber es ist eben auch wichtig, dass man Dinge ausdiskutiert, miteinander redet.“ Miteinander feiern wollen Schützes am Samstag. Dann ist die Familie zum Mittagessen und einer Kaffeetafel geladen. „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen besonderen Tag feiern können.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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