Leben ohne Gewalt: VdK spendete 750 Euro für das Frauenhaus 

Brachten eine Spende und eine Geschenkpaket mit: Marianne Rohde und Dagmar Rothhämel (von links) vom VdK Melsungen überreichten Heidemarie Lange, Leiterin des Frauenhauses, 750 Euro aus dem Erlös eines Melsunger Konzertes. Foto:  Brandau

Schwalm-Eder. Das Konzert der Gensunger Dorfmusikanten wird den Bewohnerinnen des Frauenhauses in guter Erinnerung bleiben - auch wenn sie es gar nicht selbst besucht haben.

Denn der Erlös der Veranstaltung, die in Melsungen stattfand, kommt jetzt dem Frauenhaus des Landkreises zugute. Der VdK, der das Konzert organisiert und die Besucher um Spenden gebeten hatte, überreichte jetzt 750 Euro.

Heidemarie Lange, die das Frauenhaus seit zwei Jahren leitet, freute sich über das Geld, das den Frauen und Kindern im Frauenhaus zugute kommen soll. Einen bestimmten Verwendungszweck gibt es noch nicht, auf jeden Fall aber soll es eingesetzt werden, um den Bewohnerinnen das Leben zu erleichtern und zu verschönern, betonten Marianne Rohde und Dagmar Rothhämel bei der Übergabe der Spendensumme.

Große Spendenbereitschaft

Die beiden Frauen hatten neben dem Geld auch ein großes Geschenkpaket dabei, in dem sich von Luftballons für Kinder über Handtücher und Kulturbeutel für deren Mütter viele praktische Dinge befanden. Heidemarie Lange machte keinen Hehl aus ihrer Freude: Die Bereitschaft der Menschen, das Frauenhaus zu unterstützen, sei beeindruckend groß, sagte sie.

Für den VdK sei das selbstverständlich, sagte Marianne Rohde: Auch wenn dessen Mitglieder längst nicht alle finanziell auf Rosen gebettet seien, sei es doch jedem wichtig, einen Obolus an die zu geben, die wirklich auf die Spende angewiesen seien. Und das seien die Bewohnerinnen des Frauenhauses wirklich, betonte Heidemarie Lange: Viele kämen buchstäblich nur mit dem, was sie am Leibe trügen. Umso wichtiger sei die Unterstützung durch Spenden.

Häusliche Gewalt ist ein Thema, das selten thematisiert wird, aber überall zu finden ist: Kürzlich wurde auch die erste Frau aus einer Flüchtlingsunterkunft aufgenommen. Es werde nicht die letzte sein, ist sich Lange sicher.

Und so wie sich die Herkunftsorte unterscheiden, unterscheiden sich auch das Alter: Die älteste Bewohnerin ist zurzeit 60 Jahre alt. Gewaltbereitschaft sei keine Altersfrage, sagt Lange.

Das Frauenhausteam will demnächst Gesprächskreise für ehemalige Bewohnerinnen anbieten, die den Start in ein neues Leben gewagt haben. Unterstützung hat viele Facetten - da kommt jede Spende genau richtig. 

Quelle: HNA

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