Malsfeld erhöht Steuern und Gebühren – Ziel: 217 000 Euro Mehreinnahmen pro Jahr

Das Leben wird teurer

Malsfeld. Das Malsfelder Gemeindeparlament hat am Donnerstagabend die Grund-, Gewerbe-, Hunde- und Spielapparate-Steuer sowie die Gebühren für Leistungen auf den Friedhöfen und im Kinderhort erhöht. Das Paket tritt zum 1. Januar in Kraft und soll der Fuldagemeinde pro Jahr 217 000 Euro Mehreinnahmen einbringen.

Nach einer Modellrechnung der Verwaltung kommen auf eine vierköpfige Familie, die Betreuungseinrichtungen für ein dreijähriges und ein siebenjähriges Kind in Anspruch nehmen und auch einen Hund haben, ab Januar folgende Mehrkosten zu: 34,13 Euro pro Monat oder 409,56 Euro pro Jahr. Darin enthalten sind die bereits vor Monaten beschlossenen höheren Gebühren für Wasser. Die Mehrkosten im Detail: Pro Jahr zahlt die Modellfamilie fürs eigene Haus 24,83 Euro mehr Grundsteuer, für die Schulbetreuung 240 Euro und für den Hund 26 Euro jährlich mehr.

Die Erhöhung der Steuern und Gebühren im Überblick:

• Gewerbesteuer: Der Hebesatz steigt von 310 auf 340 Punkte, das soll der Gemeinde 140 000 Euro pro Jahr bringen.

• Grundsteuer: Die Hebesätze der Steuern A und B steigen von 250 auf 290 Punkte. Das soll nach Berechnungen der Verwaltung pro Jahr 51 000 Euro einbringen.

• Hundesteuer: 8500 Euro verspricht sich die Gemeindeverwaltung pro Jahr von folgenden Erhöhungen: Für den ersten Hund sind statt bislang 34. ab Januar 60 Euro fällig, und für den zweiten Hund sind statt 55 künftig 120 Euro und für den dritten und jeden weiteren Vierbeiner statt bislang 74 ab dem neuen Jahr 180 Euro pro Jahr zu zahlen.

• Spielapparate-Steuer: 7000 Euro pro Jahr verspricht sich die Verwaltung von folgender Regelung: Ab Januar sind in Spielhallen wie der im Autohof Ostheim pro Automat mit Gewinnchance je Monat zwölf Prozent der Bruttosumme, jedoch maximal 100 Euro fällig; in Gaststätten sind pro Automat mit Gewinnchance ebenfalls zwölf Prozent pro Monat fällig, die Höchstsumme ist aber auf 50 Euro begrenzt

• Hortbetreuung: 6500 Euro Mehreinnahmen pro Jahr verspricht sich die Gemeinde von einer Erhöhung der Betreuungsgebühr für schulpflichtige Kinder: Sie beträgt ab Januar für eine Betreuung bis 14.30 Uhr statt bislang 55 künftig 75 Euro pro Monat und für eine Betreuung bis 16.30 Uhr statt bisher 70 künftig 100 Euro pro Monat.

• Friedhofsgebühr: 4000 Euro jährlich sollen der Gemeinde höhere Friedhofsgebühren einbringen. Steigen werden ab Januar unter anderm die Kosten für den Erwerb von Grabstätten um 15 Prozent, die Bestattungsgebühren bei Erdgrabstätten von 400 auf 525 Euro und die Gebühren für Grabräumungen jeweils um 50 Euro und bei Urnengräbern um 25 Euro. Aber nicht alles wird teurer: Die Gebühr für die Nutzung der Friedhofshallen bleibt beispielsweise unverändert.

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Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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