Dekorativer als Mähkanten aus Beton oder Stein sind pflegeleichte Randbepflanzungen

Tipps für den Garten: Lebendige, grüne Grenze

Schwalmstadt. Im März beginnt die jährliche Pflanzzeit, und so können wir im Garten endlich all die Ideen, die uns im Winter beim Blättern und Stöbern in Gartenzeitschriften und -büchern in den Sinn gekommen sind, umsetzen, z.B. die Frage, wie gestalte ich die Übergänge vom Rasen zu den Staudenbeeten?

Mähkanten aus Beton oder Ziegelsteinen sind praktisch und erleichtern uns die Pflegearbeit, wenn sie erst einmal gelegt sind!! Aber passen sie auch in einen der Natur nachempfundenen Garten?

Es gibt eine hübsche Auswahl an Pflanzen, die der Aufgabe gewachsen sind, Grenzlinien ideal zu gestalten, sei es nun in der Sonne oder in Schattenbereichen. Alle folgenden Pflanzen können gut und leicht mit dem Spaten in Form gebracht werden.

Für den Schatten eignen sich als Randbepflanzung:

1. Kleinblättrige Funkien (Hosta venusta). Es gibt auch weiß panaschierte Sorten, die Licht in dunkle Gartenecken bringen.

2. Haselwurz (Asarum europeum), sogar im Knüll heimisch, bildet einen dichten Wurzelfilz und lässt kein „Unkraut“ aufkommen.

3. Kleinblättrige Farne, z.B. Hirschzungenfarn (Phyllitis scolopendrium) ist sehr robust.

All diese Schattenpflanzen sind sogar wintergrün.

Für den Halbschatten eignen sich sehr gut:

1. Frauenmantel (Alchimilla epipsila) ist eine kleinwüchsige Sorte, die sich nicht so stark versamt.

2. Bergenien - die rotblättrigen Sorten bringen - besonders im Herbst - Farbe ins Beet.

3. Waldgeißbart (Aruncus aethusifolius) bildet einen weiß-blühenden Wall (30 Zentimeter).

In der Sonne kann man wunderschöne Bänder pflanzen aus:

1. Ziest (Stachys byzantina), auch Hasenohr genannt, ist die ideale Vorpflanzung vor rosa Rosen.

2. Heiligenkraut (Sandolina chamaecyparissus) kann wie ein Buchsheckchen geschnitten werden.

3. Perlkörbchen (Anaphalis triplinervis) blüht weiß und die kugeligen Blütchen können für Trockengestecke verwendet werden. Natürlich ist es wichtig, im Frühjahr vor dem Laubaustrieb der Stauden exakte Kanten zu stechen. Im Laufe der Vegetation aber verringert sich der Aufwand, weil man zum Einen gut unter den Blättern durchmähen kann, zum Anderen wird auch der Graswuchs zur Staude hin zurückgehalten.

All diese Randbepflanzungen zeichnen sich durch zurückhaltende Blühfarbe und hübsche Blatttexturen aus, ordnen sich so meist anspruchsvolleren Pflanzen im Beet unter, geben ihnen einen Rahmen, ohne das Gesamtbild der Staudenpflanzungen zu stören und sie wirken beruhigend auf das Auge.

Hiltrud Holland-Letz

Quelle: HNA

Kommentare