Spezialunternehmen fällte und entsorgte Thujen auf dem Naumburger Friedhof

Lebensbäume am Haken

Schwebender Abgang: Die alten Thujen an den beiden Wegen des Naumburger Friedhofs wurden gekappt und per Kran auf einen Sammelplatz gehoben. Mit der Fällmethode wollte man Schäden an den Gräbern durch die umschlagenden Bäume vermeiden. Foto:  zih

Naumburg. In rund 70 Jahren ihres Wachstums hatten sie sich zu mächtigen Baumriesen entwickelt, die das Bild des terrassenförmig angelegten Naumburger Friedhofs prägten: 20 Thujen, besser bekannt als Lebensbäume.

Jetzt wurde ihnen ein schnelles Ende bereitet, sie wurden von einer Fachfirma aus Zierenberg gefällt. Ein Schnitt mit der Motorsäge durch Unternehmenschef Sven Hugh reichte. Vorher waren seine Mitarbeiter in den als nächstes zu fällenden Baum gestiegen, hatten dort oben um den Baum eine Stahlkette gelegt, mit der ein Kran die Thuja hoch schwebend in der Luft auf eine benachbarte Wiese hievte.

Dort wartete bereits ein großer Spezialschredder, der im Minutentakt jeden Baum am Stück zu Holzhackschnitzel verarbeitete. In Bad Arolsen wird aus ihnen in einer Verbrennungsanlage Strom hergestellt.

Neugestaltung

Die Fällung der großen Lebensbäume, eine nur wenige Meter entfernte jüngere Reihenanpflanzung war bereits vor zwei Wochen entfernt worden (wir berichteten), war notwendig, um die vorgesehene Neugestaltung des Friedhofes in Angriff zu nehmen.

Die Kosten für dieses Gesamtprojekt mit der bereits abgeschlossenen Wegepflasterung im alten Haupteingangsbereich des Friedhofes sind mit 250 000 Euro veranschlagt, wobei dafür im aktuellen städtischen Haushalt 90 000 Euro eingestellt sind. (zih)

Quelle: HNA

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