Lehrer Karlo Seck motiviert seit den 80er-Jahren Schüler für das Sportabzeichen

Lebenslang etwas für sich tun

Zeit im Blick: Zwischen 100 und 140 Melanchthon-Schüler im Jahr lassen von Sportlehrer Karlo Seck ihre Fitness prüfen. Foto: Rose

Riebelsdorf. Im Leistungssport, aber auch sonst macht Karlo Seck so schnell keiner etwas vor. Der einstige Spitzensportler, der unter anderem mehrmals deutscher Vizemeister war und sieben Mal international startete, ist seit den 80er-Jahren Sportlehrer an der Melanchthon-Schule im Steinatal. Seitdem wirbt er für den Breitensport und motiviert Schüler für das Deutsche Sportabzeichen. Von 700 stellen sich jährlich bis zu 140 den fünf Disziplinen – mit großem Erfolg.

Laufen, das war für Karlo Seck immer die Disziplin, in der er die Konkurrenz hinter sich ließ. Besonders erfolgreich war er auf der Mittelstrecke, bei 800 und 1500 Metern und im 3000 Meter Hindernislauf. 1986 nahm Seck zuletzt an deutschen Meisterschaften teil. Sport nach Plan macht der 56-Jährige heute nur noch in der Schule. „In der Freizeit laufe ich eher sporadisch. Aber neben dem Sportunterricht leite ich noch zwei Mal pro Woche eine Leichathletik-AG, engagiere mich im SC Steinatal und spiele ab und zu Fußball“, erzählt der Riebelsdorfer, der gebürtig aus dem Rhein-Main-Gebiet stammt. „Ich möchte eigentlich schon den jungen Leuten mit auf den Weg geben, lebenslang etwas für sich und den eigenen Körper zu tun“, sagt Karlo Seck. Um die Schüler zu motivieren, setzt der Lehrer auf Projekte. Im Workshop Ausdauer lernen die Jugendlichen verschiedene Bewegungsformen kennen. „Viele Schüler nehmen dann am Rahmenprogramm des Kassel-Marathons teil, zum Beispiel am Nordic Walking oder im Mini-Marathon über 4,2 Kilometer“, verdeutlicht Seck.

Während die Schüler der Unterstufe noch einen natürlichen Bewegungsdrang hätten, lasse der in der Mittel- und Oberstufe erheblich nach. „Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Die Guten entwickeln noch mehr Ehrgeiz, die Anderen stoßen an ihre Grenzen“, ist die Erfahrung des Lehrers.

Oberstufenschüler, die das Sportabzeichen ablegen, belohnt Seck deshalb extra: Durch eine erfolgreiche Prüfung verbessern sie ihre Sportnote um zwei Punkte.

Wie sportlich die Melanchthon-Schüler tatsächlich sind, beweisen sie beim jährlichen Schulsportabzeichenwettbewerb. Dort setzt sich das Gymnasium regelmäßig gegen andere Schulen durch.

Beim Sportabzeichentag in Treysa wird Karlo Seck mit 150 Fünft- und Sechstklässlern einlaufen – und mit Sicherheit ordentlich punkten.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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