Lebensmittelkontrolle bei 2500 Betrieben

Schwalm-Eder. Acht Verwarnungen erteilten die Lebensmittelkontrolleure im Schwalm-Eder-Kreis bisher in diesem Jahr, und bei 79 Betrieben waren Nachkontrollen nötig. Zahlreiche Lebensmittelskandale in den vergangenen Jahren hätten die Verbraucher verunsichert.

Die Lebensmittelkontrolleure könnten verloren gegangenes Vertrauen zurückgeben, sagt Dr. Hans-Gerhard Heil, Leiter des Veterinäramtes im Landkreis.

Methanol im Wodka und gentechnisch veränderter Reis in einem Restaurant sind den Kontrolleuren schon ins Netz gegangen. Ohne ihre Arbeit würde es „zugehen wie in Sodom und Gomorrha“, befürchtet Heil. Das drastischste Mittel der Bestrafung sei eine Klage wegen einer begangenen Straftat, sagt Heil. Doch dies sei seit Jahren nicht mehr vorgekommen. Auch Bußgeldbescheide mussten 2012 noch nicht verhängt werden. Das Bußgeld könne einige Tausend Euro betragen.

Sieben Lebensmittelkontrolleure und drei Amtstierärzte sind für die Lebensmittelüberwachung im Landkreis zuständig. Sie überprüfen jährlich 2500 Betriebe und nehmen zahlreiche Proben, die im Landeslabor in Kassel untersucht werden. „Es könnten noch mehr sein“, sagt Heil. Doch dies sei mit dem Personal nicht zu schaffen.

Dabei stehe der Landkreis hessenweit noch vergleichsweise gut da. Wenn Tiere für gewerbliche Zwecke getötet werden, sei einer der drei Amtstierärzte dabei oder habe die Tiere in einer Beschau freigegeben, sagt Heil.

Jeder Betrieb, der mit Lebensmitteln zu tun hat oder in der Fleischproduktion tätig ist, werde mindestens einmal im Jahr besucht, das schreibe der Gesetzgeber vor. Außerdem sei der Landkreis an das Schnellwarnsystem RASFF (Rapid Alert System Food and Feed) angeschlossen. Dieses informiere alle verantwortlichen Stellen in Europa über kontaminierte Lebensmittel.

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Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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