Lehrerverband lehnt Aktivitätsverbot ab

Schwalmstadt. Der GEW-Kreisverband Ziegenhain fordert das Hessische Kultusministerium auf, die Novellierung der neuen Verordnung zur Aufsicht über Grundschüler beschleunigt zu bearbeiten. Vor allem das pauschale Verbot vieler Aktivitäten für Grundschulkinder müsse geändert werden.

Wie der Sprecher der Gewerkschaftsgruppe Erziehung und Wissenschaft, Günter Brandt, mitteilte, habe es bereits sehr viel negative Resonanz gegeben (HNA berichtete, viele Aktivitäten sind jetzt für Grundschüler verboten).

Schule sei ein Ort des Lernens nicht nur innerhalb der Klassenräume mit Büchern und Anschauungsmedien. Schule habe auch den gesellschaftlichen Auftrag, Eltern in der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen, so die Presserklärung.

Immer mehr Schulen setzten dabei auf Ganztagsunterricht oder auf nachmittägliche Betreuung. Es sei wichtig, dass Kinder unter Aufsicht Selbstvertrauen in die eigene Leistung gewinnen.

Auch müssten sich Jungen und Mädchen mit den Gefahren, die es bei Veranstaltungen im Freien gibt, auseinandersetzen. Weiter: „Lehrkräfte wissen um den pädagogischen Wert von Ausflügen, Winterwanderungen, Schlittschuhlaufen, Rodeln usw. und hoffen, dies weiterhin mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen durchführen zu können.“

Die Einwendungen des Hauptpersonalrates der Lehrer vor der Inkraftsetzung sei nicht berücksichtigt worden. Fazit: „Diese Verordnung stellt eine starke Beschneidung der pädagogischen Freiheit dar.“ (aqu)

Quelle: HNA

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