Fall Mara P.: Polizei rekonstruierte Todeszeitpunkt

Leiche von Mara P. blieb drei Monate unentdeckt

Melsungen. Die Leiche der mutmaßlich von ihrem Exfreund getöteten Melsungerin Mara P. (19) wurde erst drei Monate nach der Tat von Polizeibeamten gefunden. So lange hatte die Tote in einer Badewanne gelegen. Das berichtete die Polizei nun.

Mitbewohner in dem Mehrfamilienhaus am Melsunger Höhenweg schöpften in der ganzen Zeit offenbar keinen Verdacht.

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Mara P. soll von ihrem 18-jährigen Ex-Freund getötet worden sein. Dieser soll einen elektrischen Heizlüfter ins Wasser geworfen haben soll.

Zu dem Fall, der die Region bewegt, teilten die Ermittler am Montag weitere Details mit. Demnach hat der 18-Jährige jetzt während eines Tatort-Termins eingeräumt, er sei im Bad gewesen, als der Lüfter in die Wanne geraten sei und den Tod der jungen Frau verursacht habe.

„Der genaue Hergang dieses Moments wird letzlich vor Gericht zu bewerten sein“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Kripo Schwalm-Eder.

Bereits einen Tag nach Auffinden der Leiche am 23. August sei der 18-Jährige verhaftet worden, weil er sich per Internet am Bankkonto von Mara P. bedient hatte, die bereits um Pfingsten herum gestorben sein muss. Bei seiner Festnahme vor vier Wochen habe der Mann ausgesagt, er hätte die 19-Jährige bereits tot in der Wanne vorgefunden. Aus Furcht, man würde ihm das sowieso nicht glauben, hätte er bislang geschwiegen.

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Quelle: HNA

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