Breunaer SPD in Haushaltsklausur - Finanzen erholen sich

Leichte Entspannung

Breuna. Die Zeichen stehen wieder leicht auf Entspannung. Das ist das Fazit der SPD-Fraktion der Breunaer Gemeindevertretung nach einer zweitägigen Klausur zur Haushaltsplanung 2011. Zur Beratung des kommenden Haushalts und künftiger kommunalpolitischer Ziele hatten sich die Sozialdemokraten an den Edersee zurückgezogen.

Auch wenn sich die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde Breuna im angebrochenen Jahr wieder auf sehr engem Raum bewegen dürften, konstatierte Fraktionsvorsitzender Reiner Merkel, dass man voraussichtlich auch 2011 wieder einen ausgeglichenen Etat beschließen könne. „Breuna wird es wohl auch in diesem Jahr wieder schaffen, den Haushalt auszugleichen und ohne zusätzliche Kreditaufnahmen auszukommen. Das schaffen momentan nur wenige Kommunen.“

Nachdem der letztjährige Einbruch bei Steuern und Schlüsselzuweisungen der Gemeinde „regelrecht den finanziellen Boden unter den Füßen weggezogen“ hatte - Breuna hatte bei nahezu unveränderter Ausgabesituation Mindereinnahmen von etwa 750 000 Euro -, geht es nun nach Ansicht der SPD-Fraktionen wieder voran.

Energetische Sanierung

Bereits in diesem Jahr werde der Gemeindehaushalt durch die energetischen Sanierungen, die in allen Ortsteilen im vergangenen Herbst bereits veranlasst wurden oder jetzt gerade vor dem Abschluss stehen, profitieren. Zudem werde in wenigen Monaten mit der Installation einer flächendecken DSL-Versorgung in Ober- und Niederlistingen sowie Wettesingen gerechnet.

Breuna werde die Dorferneuerung offiziell abschließen; Ober- und Niederlistingen stehen für eine Bewerbung in den Startlöchern. Für das Gewerbegebiet „Hiddeser Feld“ möchte man auch 2011 wieder neue Unternehmen gewinnen.

„Der ländliche Raum wird in den kommenden Jahren immer stärker unter Einwohnerschwund leiden, wir sind froh, mit erkennbaren Impulsen dagegen setzen zu können“, so Merkel.

Die Fraktionsklausur, betonte Merkel, sei in voller Höhe selbst finanziert worden, ginge also nicht zu Lasten des Steuerzahlers. (red/bic)

Quelle: HNA

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