Im Landkreis lässt es sich laut Studie durchschnittlich gut lernen

Lernatlas: Bildung im Kreis ist Mittelmaß

kreis Kassel. Der von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegte Deutsche Lernatlas 2011 erteilt dem Landkreis Kassel mittelprächtige Noten. Beim bundesweiten Ranking um die besten Lernbedingungen landet der Landkreis Kassel auf Platz 81 von 144 ähnlich strukturierten Landkreisen in Deutschland.

Im Vergleich mit allen hessischen Regionen erreicht der Landkreis Kassel Platz 15 von 26. Weit abgeschlagen ist die Stadt Kassel. Laut der Studie herrschen dort die zweitschlechtesten Lernbedingungen. Schlusslicht ist der Landkreis Offenbach. Am besten lasse es sich in Hessen im Hochtaunuskreis lernen. Bei der Untersuchung ging es nicht nur um schulisches Lernen. Bertelsmann analysierte auch das lebenslange, berufliche, soziale und persönliche Lernen.

Schulisches Lernen bewertet etwa die Leseleistung und mathematische Können von Schülern. Beim beruflichen Lernen interessierte etwa die Zeitdauer zwischen Arbeitslosigkeit und Neubeschäftigung. Museums- und Konzertbesuche zählen zum persönlichen Lernen. Hier schnitt der Kreis Kassel am schlechtesten ab. Im sozialen Lernen, zu dem auch das Engagement in Vereinen zählt, ist der Landkreis am stärksten: Platz 74 von 144 Landkreisen.

In diesem Bereich sei der Kreis gut aufgestellt, sagt Pressesprecher Harald Kühlborn. Aber: „Diese Studie ist für uns nicht nachzuvollziehen“. Die Ergebnisse stünden im Widerspruch zu einer anderen Bertelsmann-Studie von 2010, eine Untersuchung, wieviele Schüler 2008 ohne Hauptschulabschluss die Schule verlassen haben. Durchschnittlich sieben Prozent der Schüler verblieben damals ohne Abschluss. Mit 2,8 Prozent erzielte der Landkreis Kassel das damals drittbeste Ergebnis.

„Seit 2007 haben wir über 200 Millionen Euro in Schulen investiert“, sagt Kühlborn. Kaum ein Landkreis habe so viel in Bildung investiert. Zum Tage/Hintergrund

Von Claudia Hempel

Quelle: HNA

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