Kampfkunst der Samurai: Die Jiu-Jitsu-Gruppe trainiert nun in der Hochlandhalle

Lernen, sich zu verteidigen

Selbstverteidigung: Die Jiu-Jitsu-Gruppe mit Trainer Alexander Busch (Mitte) wird nun an den TSV Gilserberg angeschlossen. Die Jugendlichen trainieren zweimal pro Woche. Foto:  privat

Gilserberg. Die Jiu-Jitsu-Gruppe trainiert nun im Gilserberger Hochland, zudem bekommen die Jugendlichen eine eigene Abteilung beim TSV Gilserberg. „Das finde ich klasse“, sagt Trainer Alexander Busch aus Schönau, alles sei unkompliziert und schnell gegangen.

Zukünftig trainiert er die Kinder und Jugendlichen zweimal pro Woche in der Hochlandhalle. Jiu Jitsu (japanisch: die sanfte Kunst) ist eine Selbstverteidigung, die sich an die Kampfkunst der Samurai anlehnt.

Fühlen sich wohl

15 Personen zwischen zehn und 55 Jahren üben derzeit den Kampfsport in der Übungsgruppe von Alexander Busch aus, die meisten kommen aus Schwalmstadt und Gilserberg. Viele Jugendliche, die in anderen Sportvereinen und in der Schule Probleme hatten und sich nicht integrieren konnten, fühlen sich bei dem 44-jährigen Lizenztrainer mit Erste-Hilfe-Ausbildung wohl.

„Ich habe viele positive Rückmeldungen von Eltern bekommen, dass ihre Kinder ruhiger geworden sind“, sagt Busch. Drei Jugendliche unterstützen ihn bereits als Assistenztrainer.

Im Training vermittelt der gelernte Krankenpfleger in einer Psychiatrie auch Wissen über die Kampfkunst der Samurai. Er bereit seine Schüler zudem auf Gefahrensituationen vor. Sein Credo lautet: „Jeder vermiedene Kampf ist ein gewonnener Kampf.“ Hinter Jiu Jitsu stehe eine Lebenseinstellung. Ein Regelheft dient zur Orientierung für die Selbstverteidigung und traditionelle Kampfkunst. So ist Stock- und Messerkampf erst ab 16 Jahren erlaubt und die Teilnehmer müssen einen Kodex einhalten.

Auch im Jiu Jitsu wird ein Gürtelprogramm absolviert. Busch versucht dabei den Jugendlichen so weit wie möglich die Aufregung und den Leistungsdruck zu nehmen, wenn sie eine Gürtelprüfung ablegen.

Auch der Zusammenhalt kommt nicht zu kurz, so stehen regelmäßige Freizeitaktivitäten wie Squash spielen und Zeltlager auf dem Programm. Zuvor hatten die Gruppe in der Turnhalle Ostergrundschule in Treysa trainiert, die Kooperation mit dem ESV Jahn war ausgelaufen.

Mehr Infos unter www.facebook.com/jiu.jitsu.schoenau

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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