Kinder der Erpetalschule befassten sich mit dem Leben der Indianer

Zum Lernen in die Tipis

Indianercamp statt Schule: Rund 60 Kinder der Erpetalschule konnten an zwei Tagen einmal spüren, wie sich das Leben als Indianer anfühlt. Fotos: Hoffmann

Wenigenhasungen. Mathebücher, Schreibhefte und Füller juckten die Kinder der Erpetalschule in dieser Woche nur wenig. Grund: Sie verwandelten ihr Schulgelände in ein uriges Indianercamp. Statt den Köpfen rauchte da ein großes Lagerfeuer, als Klassenzimmer dienten zwei riesige Tipis.

Die hatte das Team der Abenteuer4ma mitgebracht, die sich seit rund drei Jahren mit Firmensitz in Ehringen der Erlebnispädagogik verschrieben hat. In Wenigenhasungen bauten Michael Gaßner und seine Kollegen ihre Zelte für zwei Tage auf, boten den rund 60 Jungen und Mädchen Abenteuer pur. In der Theorie kannten sich die ABC-Schützen bereits bestens aus, hatten sich schon längere Zeit im Unterricht mit dem Leben der Indianer befasst. Im Deutschunterricht drehte sich alles um das Buch „Fliegender Stern“, das vom Heranwachsen eines kleinen Indianers erzählt.

„Im Sozialkundeunterricht haben wir außerdem Lebensweise und Kultur der Indianer im Allgemeinen beleuchtet“, sagt Jennifer Schulte, Klassenlehrerin einer der drei teilnehmenden Klassen. In der Praxis aber sieht das dann nochmal alles etwas anders aus, und das sollten die Schüler hautnah erleben. Da für Winnetou und seine Freunde ein funktionierender Bogen zur Grundausstattung gehört, zählte für die Schüler das Schnitzen zu einer der ersten Aufgaben. Perfekt ist das Bild eines Indianers aber noch nicht, solange der entsprechende Kopfschmuck fehlt, den jeder nach seinen Vorstellungen mit Federn und mehr basteln durfte.

Mit etwas Hilfe aus dem Schminkkasten zur vorzeigbaren Rothaut gewandelt, schmeckte das knackige Stockbrot am Lagerfeuer gleich doppelt so gut. Frisch gestärkt wurde gesungen und getanzt, abwechslungsreiche Indianerspiele förderten den Erlebniswert.

Vor den eisigen Temperaturen brauchten sich die kleinen Indianer auch nicht zu fürchten, denn in den Tipis war es dank eines Lagerfeuers kuschelig warm. „Unser Hauptanliegen ist, die Kinder wieder direkt mit sich selbst und der Natur in Verbindung zu bringen“, erklärt Michael Gaßner.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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