Ab Montag geben Kinder und Jugendliche Buchtipps für die schulfreie Zeit

Lesefutter für die Ferien

Auf gehts in das Reich der Fantasie: Die Schüler der Klasse 3c der Homberger Osterbachschule geben Tipps für Sommerferien-Lesespaß. Foto: Yüce

Homberg. Heute beginnen die Sommerferien. Und die sind natürlich ideal, um es sich mit einem guten Buch bequem zu machen. In den nächsten Wochen empfehlen deshalb Kinder und Jugendliche in unserer Zeitung Bücher, die sie besonders gern gelesen haben – für eine spannende und lustige Auszeit vom Schulalltag. Denn beim Lesen kann man so schön die Zeit vergessen, in einer Geschichte versinken, mitfiebern, träumen und den Atem anhalten. Den Anfang machen die Grundschüler der Klasse 3c der Homberger Osterbachschule. Sie stellen ab Montag ihr Sommerferien-Lesefutter vor.

Bücher selbst aussuchen

Jedes Jahr gibt es 70 000 Neuerscheinungen allein auf dem deutschsprachigen Buchmarkt: durch diesen Titel-Dschungel bahnen sie eine Schneise, und helfen so anderen Kindern, den passenden Lesestoff zu finden.

„Vor allem Bücher die spannend oder lustig sind, lesen sie sehr gerne“, sagt ihre Klassenlehrerin Traudel Nadenau. „Oder wenn gleichaltrige oder ein bis zwei Jahre ältere Kinder in dem Buch vorkommen“, fügt sie an. Ein Buch mit einem siebenjährigen Helden können Eltern meist keinem Neunjährigen mehr anbieten.

Und noch ein Tipp: Kinder sollten sich ihre Bücher möglichst selbst aussuchen. Sie bewerten anders als Erwachsene und finden manches langweilig, worüber sich Eltern oder Tanten schlapplachen.

Doch rät Nadenau, dass Eltern stets auch einen Blick auf die Titelauswahl haben sollten. „Und man sollte mit den Kindern über das reden, was sie gerade lesen“, erklärt sie. Was Kinder mögen: „Wenn sich Eltern für den Lesestoff interessieren.“

Spätestens seit Pisa wissen wir, wie wichtig Lesen ist. 53 Prozent der Grundschüler tun es laut der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung gern. Sie lesen aus Vergnügen (fast) täglich.

Doch was, wenn ein Kind ein Lesemuffel ist? Vorlesen, auch wenn die Kinder schon älter sind, rät die Stiftung Lesen. Denn das fördere die eigene Leselust. Bei den Größeren reiche es oft schon, ein paar Seiten anzulesen – bis es spannend wird.

Auch Lehrerin Nadenau weiß Rat: „Wir gestalten im Unterricht Lesetagebücher“, sagt sie. Das ermutige die Kinder zum Lesen. Denn sie beschreiben in diesen Tagebüchern ihre Titelhelden, erfinden neue Kapitel, schreiben Briefe an den Autor und packen noch etwas Sachinformationen hinzu. „Wenn zum Beispiel in einem Buch eine Eule vorkommt, dann machen wir uns auf die Suche nach Informationen über Eulen.“

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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