260 Besucher im Bürgersaal

HNA-Lesertreff in Guxhagen: Transparenz war Streitthema

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Voller Bürgersaal: Beim HNA-Lesertreff in  Guxhagen stellten sich gestern die Kandidaten den Fragen der HNA-Moderatoren Lorenz Grugel (links) und Olaf Dellit (rechts). Zudem nutzten viele Zuschauer die Möglichkeit, um Amtsinhaber Edgar Slawik (2. von links) und Herausforderer Rolf Ganz (2. von rechts) auf den Zahn zu fühlen.

Guxhagen. Werden die Guxhagener ausreichend in politische Entscheidungen einbezogen? Das war am Montagabend ein Streitthema beim Lesertreff zur Bürgermeisterwahl, die am 9. November stattfindet.

260 Besucher waren in den Bürgersaal Guxhagen gekommen, um sich ein Bild von Amtsinhaber Edgar Slawik und Herausforderer Rolf Ganz, beide parteilos, zu machen.

Aktualisiert um 18.30 Uhr.

Welches Thema auch angesprochen wurde – ob seniorengerechtes Wohnen, Lärmschutz oder Gewerbeansiedlung – immer wieder forderte Rolf Ganz, für mehr Transparenz zu sorgen. „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen oft nicht erreicht werden“, sagte Ganz. Die Gemeindeverwaltung müsse über längere Öffnungszeiten nachdenken, um einen besseren Service für Berufstätige zu bieten. Es fehle eine zentrale Anlaufstelle für die Einwohner, und ein Sprechtag mit dem Bürgermeister sei zwar oft versprochen, aber nie eingeführt worden. Als „Paradebeispiel“ dafür, dass Bürger nicht mitgenommen würden, nannte er die Pläne für seniorengerechtes Wohnen auf dem Raiffeisengelände: „Ich habe in Guxhagen niemanden getroffen, der diesen Standort gut fand.“

Edgar Slawik hingegen wehrte sich gegen den Vorwurf mangelnder Transparenz. Wer mit ihm sprechen wolle, könne ihn anrufen oder in sein Büro kommen – eine Sprechstunde sei deshalb aus seiner Sicht nicht nötig. Auch glaube er nicht, dass jemand Schwierigkeiten hätte, in der Gemeindeverwaltung seinen Ansprechpartner zu finden: „So groß ist unsere Verwaltung nicht.“ Slawik wies darauf hin, dass bei den Sitzungen von Ortsbeiräten und Gemeindevertretung nur selten Einwohner im Publikum säßen – bei vielen Themen fehle da wohl das Interesse. Wichtige Informationen könnten die Guxhagener nicht nur auf der Homepage der Gemeinde einsehen – es würden auch schriftliche Mitteilungen an die Haushalte verschickt. (jul)

Quelle: HNA

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