Einstimmiges Votum für Dennis Majewski als FDP-Kandidat für die Bundestagswahl

Liberale zeigen Flagge

Kandidatenkür: Dennis Majewski (4. von links) soll für die FDP in den Bundestagswahlkampf ziehen-. Unterstützt wird er von Söhnke Salzmann, Juli-Vorsitzender im Schwalm-Eder-Kreis, Teresa Lauekel, Juli-Vorsitzende in Waldecke-Frankenberg, Nils Weigand FDP-Chef im Schwalm-Eder-Kreis,. Wiebke Reich, Fraktionsvorsitzende, Dieter Posch, ehemaliger Wirtschaftsminister und Heinrich Heidel, Landtagsabgeordneter. Foto: Schmitt

Gilsa. Er ist gerade mal 29 Jahre alt, kommt aus Bromskirchen und will in der großen Politik mitmischen: Dennis Majewski soll im kommenden Jahr für die FDP in den Bundestagswahlkampf ziehen. Im Landcafé in Gilsa kürten ihn die 37 Delegierten aus dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Frankenberger Land am Freitagabend einstimmig zu ihrem Kandidaten.

Zügig und ohne Diskussion ging die Kandidatenkür über die Bühne, offensichtlich wollte so mancher Delegierte das Fußballspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen Irland nicht verpassen. FDP-Kreischef Nils Weigand, vor drei Jahren noch Kandidat im Wahlkreis 170, der den Schwalm-Eder-Kreis und die Kommunen des Altkreises Frankenberg umfasst, erklärte, aus beruflichen Gründen nicht anzutreten.

Korrigierendes Element

In seiner Begrüßungsrede bezeichnete Weigand die Wahl im kommenden Jahr als Richtungswahl. Dabei gehe es auch darum, dass die Liberalen weiter als regulatives Element beteiligt sein müssten, „um so schlimmeres zu verhindern“.

Ähnlich sah dies der Kandidat Dennis Majewski. Bei seiner Vorstellung sprach er davon, im Wahlkampf deutlich zu zeigen, dass es nötig sei deutlich zu machen, wofür die Liberalen stehen. Es gelte zu zeigen, was die FDP in der Regierung erreicht habe, und wo sie korrigierend eingegriffen habe. Dennoch sähen die Liberalen keinen einfachen Zeiten entgegen, doch „gemeinsam werden wir es schaffen“.

Die Stimme der FDP sei nötig, wenn es um die Infrastruktur beispielsweise auf dem Land gehe. Für die Versorgung mit Lebensmitteln, Ärzten und allen anderen Dingen des täglichen Lebens müsse gesorgt werden. Bei den Erneuerbaren Energien müsse geprüft werden, wo der ländliche Raum einen Beitrag zur Energiewende leisten könne. Wichtig sei aber, den Strom dorthin zu bringen, wo er benötigt werde. Beim Netzausbau habe die FDP schon einiges angestoßen, doch müsse noch einiges getan werden. Kommen SPD und Grüne an die Macht, werde es bei der Energiewende einiges geben, was „uns nicht gefallen wird“.

Der Wahlkampf werde nicht einfach und es werde ihm wohl nicht gelinden, in allen Städten und Gemeinden aufzutreten. Doch werde er für die Position und die Ziele der FDP werben. Dennoch sieht Majewski seine Chancen, in den Bundestag einzuziehen nicht allzu hoch. Im Gespräch mit dieser Zeitung sagte er, dass er zwar antrete, um zu gewinnen. Scheitere er, könne er einen zweiten Anlauf nehmen oder etwas anderes machen. Doch durch seine Arbeit im Büro des Abgeordneten Björn Sänger habe er gemerkt, dass ihm die politische Arbeit Spaß mache.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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