Chirurgie in der Wolfhager Kreisklinik: Nach Investitionen auf neuestem Stand

Licht und Komfort im Saal

Eingespieltes Team: Dr. Uwe Hecht, Chefarzt der Anästhesiologie, Wilfried Meyer, pflegerischer OP-Leiter, und Dr. Peter-Josef Frings, Chefarzt der Chirurgie und Ärztlicher Direktor. Foto:  nh

Wolfhagen. Das Weiß im Operationssaal ist längst Schnee von gestern. Dr. Peter-Josef Frings, Chefarzt der Chirurgie in der Wolfhager Kreisklinik, und seine Mitarbeiter stehen in einheitlich grüner Montur am Operationstisch. Die Liege, auf der er den Patienten behandelt, ist neu, gehört zum modernsten, was es auf dem Markt gibt.

Die Gesundheit Nordhessen Holding hat in den vergangenen Monaten gut 600 000 Euro in die Wolfhager Klinik investiert und dabei auch die Chirurgie aufgerüstet.

„Die neuen Tische sind komfortabler“, sagt Wilfried Meyer, pflegerischer OP-Leiter, sowohl für die Patienten - dank High Tech-Auflage -, als auch für die Operateure, denn die Tische lassen sich vielfältig verstellen. Mehr Komfort für die Patienten, optimierte Arbeitsmöglichkeiten für das medizinische Personal - auf diesen Nenner lasse sich die in diesem Jahr realisierte Runderneuerung des OP-Bereichs bringen.

Tageslicht im OP

Über zwei Operationssäle verfügt die Wolfhager Klinik, und als Säle kann man sie tatsächlich bezeichnen. Sie sind geräumig, davon könne so mancher Kollege in anderen Kliniken nur träumen, sagt auch Dr. Uwe Hecht, Chefarzt der Anästhesiologie, der Sparte, die zuständig ist für das Ausschalten des Schmerzes.

Was das Personal an beiden OP-Sälen ebenfalls schätzt: Es gibt noch Fenster, Tageslicht fällt herein. Das trägt zu einer angenehmen Atmosphäre bei, für die Arbeit am Patienten allerdings reicht es nicht aus. Dafür gibt es moderne Strahler, die im Zuge der Runderneuerung installiert wurden. Sie haben gleich mehrere Vorteile: Das fokussierbare Licht lässt sich in seinem Farbspektrum so verändern, dass es für die jeweilige Art der Operation - ob am Knochen oder an Weichteilen - optimal angepasst werden kann. Die LED-Lampen geben wenig Wärme ab, das spart nicht nur Strom, sondern bei den Operateuren auch so manche Schweißperle.

Und so ist Dr. Frings, der sich vor 20 Jahren ganz bewusst dafür entschied, wie er erzählt, vom großen Düsseldorfer Medizinbetrieb ins kleine Wolfhagen zu wechseln, dann auch voll des Lobes für die Arbeitsbedingungen und das Wolfhager Haus im Allgemeinen. „Die Teamfähigkeit ist hier sehr hoch, das hat mich von Anfang an fasziniert“, sagt der Mediziner, dazu komme „die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit in einem überschaubaren Team“ und aufgeschlossene und engagierte Mitarbeiter. „Deswegen“, so Dr. Peter-Josef Frings, „kriegt man hier sehr viel geschafft“ zum Wohl der Patienten, die man oft genug nach deren Genesung dann auch mal auf der Straße oder beim Einkaufen treffe. HINTERGRUND

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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