Nachtragshaushalt Oberaula: Fehlbetrag sank um 144 000 Euro

Oberaula. Der Nachtragshaushalt der Gemeinde Oberaula für das Jahr 2010 weist einen geringeren Fehlbetrag auf, als ursprünglich angenommen. Er verbesserte sich um 144 000 Euro.

Im Haushaltsansatz betrug der Fehlbetrag noch 435 000 Euro, nun sind es 291 000 Euro.

Das sei aber kein Grund zum Jubeln, meinte Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner als er in der Sitzung der Gemeindevertreter das Zahlenwerk vorstellte.

Das Jahresdefizit sei immer noch zu hoch, trotz konjunktureller Erholung. Sehr rosig sei die finanzielle Situation der Gemeinde nicht.

Die wirtschaftliche Erholung schlug sich dennoch im Gemeindesäckel nieder. Die Einnahmen über die Einkommenssteuer stiegen um 45 000 Euro und und die der Gewerbesteuer um 135 000 Euro.

Positiv wirkte sich auch die Kreisumlage aus. Sie sank um 22.500 Euro. Allerdings mussten 90 500 Euro mehr Schulumlage gezahlt werden und auch die Gewerbesteuerumlage stieg um 30 000 Euro.

Durch zeitliche Verzögerungen konnten 335 000 Euro an Investitionen erst einmal verschoben werden, sie wirkten sich somit nicht negativ im Finanzhaushalt 2010 aus.

67 000 Euro mehr als geplant wurden ausgegeben für Kanalbau und Abwasserversorgung. „Die Verschuldung der Gemeinde steigt um 1,6 Millionen Euro“, sagte Wagner. 330 000 Euro davon wurden allerdings aus den Jahren zuvor umgeschuldet und getilgt. Angesetzt waren im ursprünglichen Haushalt allerdings 1,7 Millionen Euro.

Mit neun Millionen Euro werde Oberaula dieses Jahr in den Schulden stehen, sagte Wagner. Angesichts der Lage sei es weiter nötig, einen strengen Maßstab bei den Ausgaben anzulegen. (zty)

Quelle: HNA

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