Erster Nachtragshaushalt eingebracht: Defizit sinkt um rund 320 000 Euro

Lichtblicke am Horizont

HABICHTSWALD. „Das Zahlenwerk ist erfreulich.“ So kommentierte Bürgermeister Thomas Raue den ersten Nachtragshaushalt 2010 der Gemeinde Habichtswald, den er während der jüngsten Gemeindevertetersitzung einbrachte.

Die finanzwirtschaftliche Situation der Gemeinde habe sich im Laufe des Haushaltsjahres 2010 verbessert. Im Vergleich zum Haushaltsplan werde deutlich, so Raue, dass die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die öffentlichen Haushalte nicht die befürchteten dramatischen Einbrüche mit sich gebracht haben. Die Gemeinde habe daher ihr Ergebnis im Laufe des Haushaltsjahres leicht verbessern können. Raue: „Frohlocken oder gar Entwarnung ist aber noch lange nicht angesagt.“

Höhere Steuereinnahmen

Hatte Habichtswald im Ergebnisplan noch ein Defizit von rund 770 000 Euro veranschlagt, so beinhaltet der Nachtragshaushalt ein Minus von 450 000 Euro. Damit, so der Bürgermeister, „haben wir eine Ergebnisverbesserung von rund 320 000 Euro erreichen können“. Gründe seien unter anderem ein Plus von 85 000 Euro bei der Einkommensteuer und 120 000 Euro zusätzlich bei der Gewerbesteuer.

Den Ertragssteigerungen stehen aber auch gestiegene Aufwendungen gegenüber. Die zwei wesentlichen Positionen: Erhöhung der Kreisumlage (114 000 Euro) sowie die Gewerbesteuerumlage (42 000) Euro.

Der Bürgermeister hätte sich trotz der Lichtblicke am Horizont eine noch bessere Entwicklung gewünscht. So ist die der Gemeinde vom Kreis auferlegte dreiprozentige Kreisumlagenerhöhung (114 000 Euro) ein Betrag, der im vergangenen Jahr im Haushalt 2010 nicht aufgenommen werden konnte, da dies damals nicht vorhersehbar gewesen sei.

Vielversprechender Beginn

Zudem, so Raue, habe es bei der Einkommensteuer eine für Habichtswald noch nie dagewesene Entwicklung gegeben. Die ersten beiden Quartale seien so vielversprechend verlaufen, dass auf der Grundlage der vorangegangenen Jahre eine Hochrechnung vorgenommen worden sei, die ein beträchtliches Plus ausgewiesen habe. Doch im dritten Quartal seien diese Prognosen Makulatur gewesen, es habe einen Rückgang zu 2009 um neun Prozent gegeben. Da das dritte Quartal immer auch dem vierten Quartal gleichgesetzt werde, ergebe dies in der Summe einen Fehlbetrag von 140 000 Euro.

Raue: „Wenn ich das auf 450 000 Euro verringerte Defizit nehme und es nicht die Kreisumlagenerhöhung sowie einen normalen Verlauf bei der Einkommensteuer gegeben hätte, hätte sich das Minus der Gemeinde Habichtswald auf rund 200 000 Euro eingependelt. Das ist schade. Trotzdem zeigt unser Weg in die richtige Richtung.“ (zih)

Quelle: HNA

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