Anneliese und Helmut Bechstein feiern heute ihre Eiserne Hochzeit

Die Liebe blieb für immer

Haben heute einen großen Ehrentag: Anneliese und Helmut Bechstein aus Spieskappel. Foto: Decker

Spieskappel. Heute feiern Anneliese und Helmut Bechstein ihre Eiserne Hochzeit. Vor 65 Jahren traten die beiden vor den Altar in Spieskappel, um ihre Liebe, die bis zum heutigen Tag besteht, mit ihrem Eheversprechen zu besiegeln.

Anneliese stammt aus Michelsberg, besuchte die Schule und lernte das Schneiderhandwerk in Caßdorf. Anschließend arbeitete sie in ihrem Heimatort als Schneiderin. Auf der Kirmes in Michelsberg lernte sie 1948 ihren späteren Mann Helmut kennen. Es war bei beiden Liebe auf den ersten Blick. „Es war eine sehr stürmische Liebe“, erzählt Helmut Bechstein mit einem Lächeln und seine Frau ergänzt: „Die Liebe ist geblieben.“

„Es war für uns immer wieder neu, und wir sind uns heute immer noch nicht überdrüssig.“

Anneliese bechstein

Nach der Hochzeit zog Anneliese in das Elternhaus ihres Mannes nach Spieskappel und kümmerte sich um Haus, Garten und die größer werdende Familie. Zwei Töchter und zwei Söhne bekam das Ehepaar.

„Anfangs waren wir bettelarm“, erinnert sich die 84-Jährige. Helmut Bechstein hatte bereits mit 13 Jahren bei der Bahnmeisterei in Treysa angefangen zu arbeiten, im Laufe der Jahre absolvierte er eine technische Ausbildung und war am Ende seines Berufslebens Betriebsinspektor.

Zusätzlich engagierte er sich politisch im Kreisausschuss und in der Kirchengemeinde im Kirchenvorstand. „Mir war immer daran gelegen, Kirche und Kommune zu verbinden, heute heißt das Netzwerkarbeit“, erzählt der 84-Jährige.

Der Bau des Bonhoeffer-Hauses, die Entstehung der Diakoniestation und die Umwandlung des städtischen Kindergartens zum kirchlichen sind einige seiner Erfolge.

Wandern an den Silbersee

Mit den Kindern unternahmen die Eltern viele Wanderungen, ein beliebtes Ziel war der Silbersee.

Als die finanziellen Mittel größer wurden, gründete Helmut Bechstein eine Eisenbahnerreisegruppe. 25 Jahre lang fuhren die Arbeitskollegen mit ihren Ehefrauen an die Nord- oder Ostsee oder nach Bayern. Auch im Ruhestand waren beide weiterhin aktiv für andere. Sie gründeten ein Tanzcafe, besuchten die Diakoniestation, um mit den Senioren dort zu spielen oder Gottesdienste zu feiern.

„Ich sagte immer, ich gehe jetzt zu den alten Leuten, obwohl sie teilweise jünger waren als ich“, so Helmut Bechstein.

Anneliese hütete ihre Enkelkinder, um ihren Töchtern eine berufliche Karriere zu ermöglichen.

Am Samstag wird die Familie, zu der auch neun Enkel und 14 Urenkel zählen, mit Freunden zusammenkommen, um gemeinsam mit einem Gottesdienst und anschließendem Festessen die Eiserne Hochzeit zu feiern.

Mit dem Blick zurück auf ihre langjährige Ehe betont Anneliese Bechstein: „Es war für uns immer wieder neu, und wir sind uns heute immer noch nicht überdrüssig, die Liebe ist geblieben.“

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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