August Gipper starb im Alter von 85 Jahren

Liebe zum Handball prägte sein Leben

August Gipper

Gensungen. Mit acht Jahren begann August Gipper Handball zu spielen. Die Leidenschaft hat ihn nie losgelassen. Nun ist der Gensunger am Dienstagabend gestorben. Am 1. Juli wäre er 86 Jahre geworden.

Auch wenn seine Gesundheit in den letzten Jahren nicht mehr die beste war, so waren es doch vor allem zwei Todesfälle, die ihm schwer zu schaffen machten: Im Februar 2009 starb seine Frau Irmgard, im Februar die Frau seines Sohnes Thomas.

Ein Sturz kurz vor Ostern war der Grund, weshalb er sich operieren lassen musste. Ein schwaches Herz und schwache Nieren führten schließlich dazu, dass er am Dienstagabend im Melsunger Krankenhaus für immer die Augen schloss.

Der Sport im Allgemeinen und der Handball im Besonderen waren Gippers Leidenschaft. In seiner aktiven Zeit war er Handballer des TSV Jahn Gensungen, war Spartenleiter und 2. Vorsitzender. Er gehörte zum Förderkreis der HSG Gensungen/Felsberg. Von 1979 bis 1994 war August Gipper Vorsitzender des Sportkreises Melsungen, der ihn später zu seinem Ehrenvorsitzenden ernannte. Für den Sport war er in Kommissionen des Schwalm-Eder-Kreises tätig. Vielfältig sind die verliehenen Ehrungen, die Gipper in seinen vielen sportlichen Betätigungsfeldern zuteil wurden. Darunter auch das Bundesverdienstkreuz am Bande, das er 1996 erhielt.

Als Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Landentwicklung, als Leitender Vermessungsdirektor in Bad Hersfeld, schied er 1990 aus dem Berufsleben aus, setzte sich dann aber noch nicht zur Ruhe, sondern war noch drei Jahre beim Aufbau Ost in Thüringen aktiv.

Einen Großteil seiner Freizeit verbrachte August Gipper mit der Erforschung geschichtlicher Zusammenhänge im Sport und in der Familie. 24 000 Namen in der Ahnenforschung hatte in mühevoller Sucharbeit auch mit Hilfe seines Sohnes zusammengetragen.

Vor wenigen Jahren hat der in Gensungen aufgewachsene Sohn eines Landwirts seine Erinnerungen niedergeschrieben: Er erlebte den Zweiten Weltkrieg als Hitlerjunge in seinem Dorf, die Zerstörungen, die die Flut der bombardieren Edertalsperre anrichtete, den Krieg als Soldat und den Wiederaufbau des Landes – und den Wiederaufbau des Handballs. (bmn) Foto:  Schattner/nh Die Beerdigung findet am 10. Mai statt.

Quelle: HNA

Kommentare