Liebe für das Landleben: Felicita Wickert ist die neue Pfarrerin in Verna

In der Vernaer Kirche: Felicita Wickert ist neue Pfarrerin für die Menschen in Verna, Allendorf und Welcherod. Beauftragt ist sie auch mit der Seelsorge der Linsinger und Todenhäuser. Foto: Grede

Verna. Es ist nicht nur ein Bekenntnis zum Leben auf dem Land, es ist für Felicita Wickert auch ein wenig wie nach Hause kommen - zurück ins Dorf und zurück in Richtung Schwälmer Land.

Das war der Wunsch der 33-Jährigen nach sechs Jahren Pfarrdienst in der „doch eher städtischen“ Kirchengemeinde in Frankenberg. Felicita Wickert besetzt die dritte Pfarrstelle in Frielendorf. Ihr neuer Dienstsitz ist in Verna.

Felicita Wickert ist eine echte Schwälmerin - aufgewachsen ist sie in Röllshausen. Nach dem Abitur an der Melanchthon-Schule studierte sie zunächst in Marburg, später in Tübingen. Das Vikariat führte sie nach Heringen.

Der Wunsch Pfarrerin zu werden, sei bereits in Kindheit und Jugend gewachsen, erzählt die 33-Jährige. Als Jugendliche engagierte sie sich in der kirchlichen Kinder- und Gemeindearbeit und wurde dabei geprägt vom damaligen Pfarrerehepaar in Röllshausen. Wickert schätzt die Vielfalt des Berufs und insbesondere die Nähe zu den Menschen, die sie in den unterschiedlichsten Lebenssituationen begleiten kann. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei die teilweise extremen Einsätze der Notfallseelsorge ein: „In diesen Momenten habe ich die Kraft dazu.“

Ins Kirchengebäude verliebt

Landpfarrerin ist sie von ganzem Herzen. Ihre neue Kirchengemeinde habe genau das, was sie schätzt: das Dörfliche. Momentan möchte sie „gucken, was die Gemeinde braucht und was realisierbar ist“. Insgesamt betrachtet sie die langjährige Arbeit ihres Vorgängers als Leitlinie. Sicherlich werde es auch Veränderungen geben, meint Wickert, schließlich komme jemand neues, zudem eine Frau. Verschlossene Türen habe sie bis jetzt noch nicht vorgefunden, freut sich die neue Pfarrerin. Und sofort habe sie sich in die Kirche verliebt, erzählt die Theologin: „Die Kirche ist so wunderschön.“ Gerade die Schlichtheit des klassizistischen Baus fasziniert die Pfarrerin. Überhaupt schätzt sie das Ensemble Pfarr- und Gemeindehaus und in unmittelbarer Nähe gleich die Kirche. Noch wohnen sie und ihr Partner Timo Klippert, Elektriker bei der EAM, nicht im neuen Domizil. Das Pfarrhaus wird renoviert. Derzeit nutzt die Pfarrerin einen Raum im Gemeindehaus nebendran als Büro und die Rufumleitung aufs Handy, um möglichst häufig erreichbar zu sein. Der Traum der Pfarrerin: Weihnachten in Verna nicht nur zu arbeiten, sondern auch dort zu leben.

Theologisches Dreierteam

Felicita Wickert ist nicht nur die Pfarrerin für die Menschen in Verna, Allendorf und Welcherod. Der Pfarrerin ist es wichtig, dass auch die Menschen in Linsingen und Todenhausen wissen, dass sie deren Seelsorgerin ist, obwohl sie dort nicht immer die Gottesdienste halten wird, da die Kirchengemeinde Linsingen zum Kirchspiel Spieskappel gehört und zu denen auch die Todenhäuser zählen.

Wickert gehört damit drei Kirchenvorständen an. „Eine neue Erfahrung“, meint sie. Die Kirchengemeinden der drei Pfarrstellen Spieskappel, Großropperhausen und Verna bilden ein Großkirchspiel Frielendorf. Für das theologische Dreierteam bedeute das eine engere Zusammenarbeit bei Vertretungen und Projekten, so Wickert. Auch gibt es ein gemeinsames Gemeindebüro in Spieskappel.

Quelle: HNA

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