Besser Bühne begeistert mit dem Stück „Wenn schon – denn schon“

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Durcheinander: Das Theaterstück handelt von einem komplizierten Beziehungsgeflecht, das für viel Verwirrung und Missverständnisse sorgt. Hier von links Birgit Happich, Arkadius Roczniewski, Ralf Schelke, Carsten Behrens und Torsten Peter.

Besse. Als Laienspielgruppe, die professionelle Höchstleistung vollbringt, begeisterte am Freitagabend die Besser Bühne. Bei der Premiere der Komödie „Wenn schon – denn schon“ von Ray Cooney blieb vor Lachen kein Auge trocken.

Cooney, unter anderem bekannt für pikante Irrungen und Wirrungen zwischen den Geschlechtern, und die gekonnte Interpretation der Besser Schauspieler erwiesen sich bei der Premiere im ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus als wahres Traum-Gespann. Die Regie für das Stück führten Ruth Sangmeister und Petra Dente.

Herzhaftes Gelächter

Wenn ein konservativer, britischer Politiker mit seiner Freundin und die Frau des Politikers mit dessen Assistenten am selben Tag, im selben Hotel ein Tête-à-tête haben und dann noch der Mann der Freundin, ein chinesischer Kellner, und eine Frau aus den Reihen der Opposition dazu kommen, ist das Chaos programmiert. Unter herzhaftem Lachen des Publikums verstrickten sich die drei Hauptfiguren in ein Netz aus Lügen, Rollentausch und Versteckspiel.

Für die passende Kulisse des teilweise wilden Durcheinanders war selbstverständlich auch gesorgt. Während sich die Schauspieler im vergangenen halben Jahr auf ihren Auftritt vorbereiteten, konzipierten die Bühnenbildner des Vereins den Raum so, dass die Handlung gleichzeitig an verschiedenen Orten stattfinden kann. Die Simultanbühne zeigt neben der Eingangshalle des Hotels mit Rezeption und Fahrstuhl zwei Hotelzimmer. Während sich die einen Akteure noch in der Lobby unterhielten, hatten die Zuschauer ebenso Einblick in die Gästezimmer.

Engagierte Schauspieler

Das eingespielte Ensemble bot den Zuschauern der Premiere eine Vorstellung, die trotz ihrer Länge von etwa drei Stunden nicht eine Sekunde langweilig war. Neben perfekter Textsicherheit, beherrschen die Darsteller eine ausgeprägte Mimik und Gestik - allen voran Carsten Behrens als George Adams, dem als Assistenten des liebeslüstigen Politikers Willey das Los zufällt, die Eskapaden seines Vorgesetzten vor dessen Frau und auch allen anderen zu vertuschen. Mit sichtbar viel Engagement und schauspielerischem Können erfüllte Behrens seine Rolle zum Amüsement des Publikums.

Wer nun neugierig geworden ist und sich eine der weiteren Aufführungen ansehen möchte, muss leider enttäuscht werden. Alle Karten sind bereits im Vorverkauf verkauft worden.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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