27-Jähriger gab Gewaltausbruch gegenüber seiner Freundin zu

Liebe trotz Gewalt

Treysa. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung, musste sich gestern ein 27-Jähriger aus dem Altkreis vor dem Treysaer Amtsgericht verantworten. Der Mann gab zu, seine Freundin im Streit verletzt zu haben. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 25 Euro. Auch trägt er die Kosten des Verfahrens.

Im Dezember 2009 waren der 27-Jährige und seine 24-jährige Freundin in der Wohnung des Angeklagten in Streit geraten. Im Verlauf der Auseinandersetzung stieß der Angeklagte seine Freundin mit dem Rücken gegen eine Wand. Die Frau trug blaue Flecken und Schmerzen davon.

Der Vater des Angeklagten, in dessen Haus sich die Auseinandersetzung ereignete, verständigte die Polizei. Den Beamten gegenüber gab der Vater an, sein Sohn habe während des Streits auch mit einem Butterfly-Messer hantiert.

Die Frau hatte sich nach dem Vorfall zwischenzeitlich vom 27-Jährigen getrennt, trat jedoch vor Gericht wieder als dessen Freundin auf. „Wir sind ein Paar“, sagte die 24-Jährige, die beteuerte, den Angeklagten zu lieben und selbst keinen Strafantrag gestellt hatte. Dieser war von der Staatsanwaltschaft eingeleitet worden.

Aus der Sicht der Frau stellte sich die Auseinandersetzung mit ihrem Freund als weniger dramatisch dar, als in den Angaben des Vaters des Angeklagen. Zwar habe ihr Freund mit dem Messer herumgefuchtelt, einen wirklichen Angriff auf ihre Person habe es seitens ihres Freundes damit jedoch nicht gegeben, berichtete die Frau vor Gericht.

Als Grund für die Auseinandersetzung mit ihrem Freund gab die 24-Jährige Kleinigkeiten an. Der Streit sei schlimm gewesen, sagte sie, aber sie wolle nicht, dass er bestraft werde. „Wir haben uns übel wehgetan. Ich hab mich schon gewehrt. Ich hab ihm eine Ohrfeige gegeben“, fuhr sie fort.

Verfahren lief bereits

Das Paar hatte sich im April 2009 kennen gelernt. Schon einmal war es zu einem handgreiflichen Übergriff des 27-Jährigen auf seine Freundin gekommen.

Der erneute Vorfall ereignete sich, während ein erstes Verfahren gegen ihn lief. Nach Auflage des ersten Verfahrens, musste sich der Angeklagte einem Antiaggressionstraining unterziehen. (zhk)

Quelle: HNA

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