Stadtparlament stimmt für Pachtvertrag

Liebenbachbad bleibt geöffnet: Stadtparlament stimmt für Pachtvertrag

Das Liebenbachfreibad: Das Parlament stimmte einem Pachtvertrag mit Schwimmmeister Jörg Heidemeyer zu – er wird das Bad privat betreiben. Archivfoto: Brandau

Spangenberg. Jetzt ist es endgültig: Das beliebte Liebenbachbad bleibt den Schwimmern in Spangenberg und Umgebung erhalten. Einstimmig - bei drei Enthaltungen - hat das Stadtparlament am Donnerstagabend den Pachtvertrag mit Schwimmmeister Jörg Heidemeyer beschlossen. Er wird das Bad privat betreiben.

Da Spangenberg unter dem Rettungsschirm des Landes Hessen steht, drohte dem Bad das Aus. Die Stadt kann das Bad nicht weiter betreiben und wollte es Ende der diesjährigen Saison für immer schließen. Dagegen hatte es Protest gegeben.

Laut Parlamentsbeschluss verpachtet die Stadt Spangenberg das Liebenbachfreibad und den Campingplatz ab dem 1. April 2014 an Jörg Heidemeyer ohne Zahlung eines Pachtzinses. Der Stadt wird ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt, sofern der Betrieb unwirtschaftlich ist. Auch der Pächter kann kündigen.

Wie Bürgermeister Peter Tigges gegenüber der HNA erläuterte, erhält der Pächter einen Zuschuss von jeweils 50.000 Euro in diesem und im nächsten Jahr. 2016 sind es dann 12.674 Euro. Im Pachtvertrag festgehalten ist eine grundsätzliche Kostenübernahme durch den Pächter bis auf die Instandhaltungskosten für „Dach und Fach“ im Vertrag Campingplatz. Die Sportplatzgaststätte wird für ein weiteres Jahr an den jetzigen Pächter, Uwe Trinter, verpachtet. Sollte das Liebenbachbad geschlossen werden, wird der Pachtzins für den Campingplatz neu festgesetzt, maximal soll er 5000 Euro pro Jahr betragen.

Die endgültige Fassung des überarbeiteten Pachtvertrages für das Bad war erst am Donnerstag eingegangen. „Wir begrüßen die unternehmerische Initiative von Jörg Heidemeyer“, sagte Annette Koch (FDP). Sie warnte vor einer eventuellen „unliebsamen Überraschung“: „Sollte der Pächter von seinem Sonderkündigungsrecht in 2016 Gebrauch machen, so hätte er in zwei Jahren schon 100.000 Euro als Zuschuss kassiert.“

Dass es zu einer Kündigung kommt, daran mag in Spangenberg niemand denken. Die FDP-Stadtverordnete betonte, das Liebenbachfreibad liege sehr vielen Spangenbergern am Herzen. Annette Koch: „Wir wünschen Herrn Heidemeyer für viele Jahre eine gute und erfolgreiche Camping- als auch Schwimmbadsaison.“

„Ob das Experiment gelingt, wissen wir alle nicht“, sagte Peter Scheben (CDU). Auch er wünscht sich breite Unterstützung: „Zum 1. April sollte jeder Spangenberger eine Saisonkarte haben.“

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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