Alona Gawrilowa aus Russland war sechs Wochen zu Gast in Felsberg

Am liebsten bliebe sie hier

Zu Gast in Felsberg: Alona Gawrilowa (14) mit der russischen Flagge hat sechs Wochen bei Ute Salzmann verbracht. Foto:  Müller-Neumann

Felsberg. Die Eltern könnten alle drei Wochen kommen, aber sie bliebe hier. Das ist einer von Alona Gawrilowas Lieblingssätzen. Doch nun sind die sechs Wochen bei Ute und Willi Salzmann in Felsberg vorbei, und die Eltern holen die 14-Jährige wieder nach Hause: ins 2150 Kilometer entfernte Semibratowo in Russland, 200 Kilometer östlich von Moskau.

In den sechs Wochen ist Alonas Deutsch wesentlich besser geworden. Sie versteht mehr und kann sich besser ausdrücken, das jedenfalls bestätigt ihre Gastmutter.

Alona, ein kontaktfreudiger und redegewandter Teenager, hat an Deutschland nichts auszusetzen. Fast nichts: Dass es so oft Butterbrote gibt und Salzmanns die größeren Ausflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen haben, war für sie ungewohnt. Ihr Vater ist ein leidenschaftlicher Autofahrer. Touren nach Finnland, Estland und nach Prag? Kein Problem.

Doch das sind nur Nebensächlichkeiten, denn insgesamt fand Alona die Zeit in Deutschland toll: Sie hat viel gesehen – Darmstadt, Hamburg, Eisenach, die Gedenkstätte Buchenwald und die nähere Umgebung von Felsberg –, war mit ihren Gasteltern im Musical und hat beim Besuch von Salzmanns Tochter in Bremen in der 17-jährigen Paula eine neue Freundin gefunden. Mit ihr ging sie auch drei Tage in die Schule.

Schule in Felsberg schöner

Auch in Felsberg war in den sechs Wochen Unterricht angesagt. Der sei viel interessanter und auch das Gebäude der Drei-Burgen-Schule viel schöner. Alona: „In Russland sehen alle Schulen aus wie Krankenhäuser: weiß, gelb oder grün.“ Und auch der Unterricht sei viel lockerer, auch wenn sich inzwischen in ihrer Heimat einiges verändert habe. „Aber bei den älteren Lehrern müssen wir immer noch gerade sitzen“, erzählt Alona. Werden in Russland Daten und Fakten gepaukt, „wird hier viel geredet, und man muss selbst denken“.

Eines ist in Russland aber deutlich angenehmer: Die Sommerferien dauern vom 1. Juni bis Ende August, dazu kommen zwei Wochen im Winter, je eine Woche im Frühjahr und im Herbst, und um den 1. Mai und um den 8. Mai herum gibt es noch jeweils drei Feiertage. Artikel LINKS

Quelle: HNA

Kommentare