Benjamin Kanold baut aus Autoteilen witzige Pkw-Anhänger

Ein auffälliger Hänger fürs Auto: Benjamin Kanold aus Kerstenhausen kreiert die ungewöhnlichen Stücke aus Unfallwagen. Auch Sonerwünsche werden erfüllt. Foto: Zerhau

Kerstenhausen. Wenn Autos mit Unfallschaden auf einem Schrottplatz landen, dann haben sie den Reiz für die meisten Leuten verloren. Nicht ganz so sieht es Benjamin Kanold aus dem Borkener Stadtteil Kerstenhausen.

Er sucht sich gerade kaputte Autos neuerer Baujahre aus, die einen Frontschaden haben. Daraus baut er dann in mühevoller Arbeit originelle Pkw-Anhänger. Nur so aus Spaß, es ist sein Hobby. Inspiriert dazu wurde er von einem Bericht in der HNA zum Thema „Was vom Auto übrig bleibt“. Hauptberuflich arbeitet Benjamin Kanold als Mechatroniker in Baunatal und hat damit die besten Voraussetzungen für sein Hobby. Weitere Ideen sammelte er in einer VW-Zeitschrift, in der gezeigt wurde, wie das Hinterteil eines Passat zum Anhänger umgebaut wurde.

Touran mit Brandschaden

Im vergangenen Jahr ging’s los, mit einem VW-Touran mit Brandschaden, den er in der Nähe von Frankfurt fand. Mit seinem Schwager Patrick Amthauer holte er das Fahrzeug nach Kerstenhausen und begann mit dem Zerlegen.

Das Autos wurde vor der B- Säule in Höhe der Vordersitze abgeschnitten und die Front auf dem Schrottplatz entsorgt. Brems- und Kraftstoffanlage wurden komplett entfernt, auch an der Hinterachse, die dann als Anhängerachse dienen soll. Zugelassen wird Anhänger nie für mehr als 750 Kilo, da er ungebremst ist.

Dann wurde ein Rahmen, der als Deichselhalterung dient, gebaut. Auf den Rahmen kommen so genannte Deichselklemmen, da die Deichsel, Vorschrift des TÜV, weder geschweißt noch geschraubt werden darf.

Der Touran-Anhänger hat auch eine Anhängerkupplung bekommen, die für einen Fahrradträger und als Gegengewicht für die Stützlast dient. An der Stelle, wo Vorder- und Hinterteil auseinander geschnitten wurden, wird eine Metallplatte montiert. Bei der Elektrik wird alles entfernt, was nichts mit der Heckbeleuchtung zu tun hat.

Seine Premierenarbeit hat Benjamin Kanold mit dem Golf 2-Hinterteil beendet. Da er als Familienfahrzeug einen Touran fährt, wird der Anhänger dafür natürlich der halbe Touran aus Frankfurt werden. Mit den Arbeiten ist der Anhängerbauer aus Kerstenhausen schon gut vorangekommen. Wenn jemand Interesse hat an einem Anhänger der besonderen Art, kann er sich gern mit Kanold in Verbindung setzen. Auch Wünsche wie Anhänger mit Kühlschrank, Bett oder Miniküche seien machbar, sagt Kanold und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Auf Wunsch fange ich auch an zu zaubern.“ • Kontakt: Benjamin Kanold, Steinäckerweg 1, Borken-Kerstenhausen. Tel.: 0151/22942632

Quelle: HNA

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