Julia Lutteropp ist neue Jugendwartin der Feuerwehren in Bad Emstal

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Ein Leben ohne die Feuerwehr kann sie sich nicht vorstellen: Julia Lutteropp ist die neue Gemeindejugendwartin der Jugendfeuerwehren in Bad Emstal.

Balhorn. Sie liebt die Herausforderung. Denn neue Aufgaben haben ihren Reiz. Und diese ganz besonders: Sie will sich nicht nur persönlich weiterentwickeln. Sie will Jugendliche begeistern für etwas, das seit 14 Jahren ein Teil ihres Lebens ist. Julia Lutteropp ist mit der Feuerwehr aufgewachsen.

Die 24-Jährige ist die neue Gemeindejugendwartin der Jugendfeuerwehren in Bad Emstal.

Oft klingelt das Telefon. Ihr Terminkalender ist voll – Lehrgänge, Wettkämpfe. Sie muss koordinieren, informieren und organisieren. „Ich bin sozusagen Vermittlerin zwischen der Kreisjugendfeuerwehr Wolfhagen und den Jugendwarten“, sagt Julia Lutteropp. Sie kümmert sich auch abends oder am Wochenende mal um das, was liegenbleibt. „Dank Email und Telefon kann ich meine Arbeit gut mit meinem Beruf kombinieren.“

Sie ist als Gemeindejugendwartin schließlich nicht nur Ansprechpartnerin für die Feuerwehrjugendwarte von drei Bad Emstaler Ortsteilen. Hauptberuflich ist sie Kircheninspektorin und stellvertretende Leiterin des Kirchenkreisamtes Hersfeld-Rotenburg. Julia Lutteropp kennt es nicht anders. „Ich engagiere mich gerne“, sagt die 24-Jährige. Nicht nur ehrenamtlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Balhorn – schon früher im Karnevalsverein und auch im Kirchenvorstand in ihrem Heimatort Oelshausen.

Es ist das Gemeinschaftliche, was sie an ihren Aufgaben schätzt. Aber auch die Verantwortung. Die Arbeit als Gemeindejugendwartin macht ihr nicht nur Spaß, sie will den Jugendlichen zwischen zehn und 17 Jahren das mit auf den Weg geben, was für den Einsatz im Ernstfall wichtig ist: „Man muss seine Grenzen kennen, sich gut einschätzen können. Und Teamfähigkeit ist ganz wichtig“, sagt sie.

Denn obwohl sie selbst schon etliche Male in ihre Uniform geschlüpft ist – Routine gibt es bei der Feuerwehr nicht. Jeder Einsatz sei anders. Und immer wieder aufregend. An einen erinnert sich die 24-Jährige sofort: Vor zwei Jahren hat in Oelshausen ein Kunststoff verarbeitender Betrieb gebrannt. „Die Flammen schlugen uns schon von Weitem entgegen. Das war bisher mein spektakulärster Einsatz“, sagt sie. Und wenn es sein muss, setzt sich Julia Lutteropp auch mal selbst ans Steuer des großen Feuerwehrfahrzeugs. Sie hat extra einen Lkw-Führerschein gemacht.

Die 24-Jährige will die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es den Jugendwarten in der Ausbildung gelingt, den Nachwuchs langfristig für das Helfen zu begeistern. Die nötige Unterstützung hat sie: vom Bürgermeister, dem Gemeindebrandinspektor und natürlich auch von zwei stellvertretenden Jugendwarten.

Eines schätzt sie an ihrer neuen Aufgabe noch: dass die Jugendlichen aus Dank eine Menge zurückgeben. Und sicher nicht nur deshalb kann sich Julia Lutteropp ein Leben ohne die Feuerwehr momentan einfach gar nicht vorstellen.

Quelle: HNA

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