Mehrere Zusteller waren krank

Lieferproblem bei der Post: Guxhagener warteten vergeblich auf Briefe

Guxhagen. Die Post hat offenbar auch in Guxhagen Lieferprobleme. Wie berichtet, gab es bereits in Edermünde Beschwerden über nicht zugestellte Post. Nun klagen auch in Guxhagen Einwohner darüber, dass sie Post nur mit Verzögerung oder gar nicht erhalten haben.

Edgar Farin etwa berichtet gegenüber der HNA, dass er über einen längeren Zeitraum hinweg überhaupt keine Post im Briefkasten gehabt habe. Er habe dann bei der Poststelle nachgefragt. "Dort hieß es, dass man Personalprobleme habe." Was ihn daran störe, sei die Informationspolitik der Post, sagt der 59-Jährige: "Mich hat geärgert, dass man uns überhaupt nicht darüber informiert hat, dass es Lieferschwierigkeiten gibt."

Diese Schwierigkeiten bekam auch der Guxhagener Herbert Girg zu spüren. "Man bekommt ja generell nicht jeden Tag Post", sagt er, "deshalb fällt es einem erst dann auf, wenn man auf einen bestimmten Brief wartet." Der 59-Jährige erhielt beispielsweise einen Brief, der laut Poststempel eigentlich schon am Mittwoch hätte da sein können, erst am Samstag.

Einer seiner Nachbarn hätte einen dringend erwarteten Brief schließlich selbst bei der Poststelle abgeholt, weil dieser einfach nicht zugestellt wurde, erzählt Girg. "Das Problem besteht seit mehreren Wochen." Den Postzustellern könne man daran nicht die Schuld geben: "Die tun mir leid", sagt Girg. Seiner Meinung nach beschäftigt die Post zu wenige Zusteller.

Diesen Vorwurf weist Post-Sprecher Thomas Kutsch zurück: "Dahinter steckt kein System", sagt er. Es stimme, dass es auch in Guxhagen zu Lieferengpässen gekommen sei. "Von den zwölf Zustellern, die den Bereich Guxhagen beliefern, waren drei gleichzeitig krank." Das sei eine unvorhersehbare Häufung von Ausfällen gewesen, die man so schnell nicht habe ausgleichen können. "Post zustellen ist ein Knochenjob", sagt Kutsch das wisse er, da er früher selbst als Zusteller gearbeitet habe. Da gebe es auch mal Krankheitsfälle.

Natürlich gebe es einen Vertreterpool, sagt Kutsch. So beschäftigt die Post unter anderem Springer, die zum Beispiel dann aushelfen, wenn einer der Zusteller krank wird diese Springer können etwa Studenten sein, die sich während der Semesterferien etwas dazuverdienen wollen. "Aber die Vertretung kann einen Bezirk natürlich niemals so gut bedienen wie ein Zusteller, der das schon seit Jahren macht." Dadurch komme es durchaus zu Qualitätseinbußen, räumt Kutsch ein.

Dass die Post zwei Wochen lang am Stück nicht geliefert habe, könne nicht sein, sagt Kutsch. Das sei eine "subjektive Wahrnehmung" der betroffenen Kunden. Nichtsdestotrotz entschuldige er sich bei allen, die länger als gewöhnlich auf ihre Post warten mussten. Ab sofort soll es solche Lieferausfälle in Guxhagen aber nicht mehr geben, verspricht Kutsch: "Seit Montag sind wieder alle unsere Zusteller an Bord."

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare