Fußweg entlang der Melsunger Straße in Empfershausen ist nicht beleuchtet

Weg liegt im Dunkeln

Düster: Der Rad- und Fußweg entlang der Melsunger Straße, der Ober- und Unterempfershausen verbindet, ist nicht beleuchtet. Fotos: Féaux de Lacroix

Empfershausen. Es dämmert, als Christa Bachmann mit ihren Enkeln Lena (6), Jannik (4) und Greta (2) im Körler Ortsteil Empfershausen zum Spielplatz läuft. Obwohl es erst kurz nach 16 Uhr ist, sieht der von Bäumen umrahmte Fußweg entlang der Melsunger Straße schon ziemlich düster aus. Denn Straßenlaternen gibt es entlang des Weges nicht. „Eine Katastrophe“, sagte Christa Bachmann.

Sie ist nicht die einzige, die sich an der fehlenden Beleuchtung stört. Deshalb hat der Ortsbeirat Empfershausen bereits gefordert, Straßenlaternen entlang des Weges aufzustellen, der Ober- und Unterempfershausen miteinander verbindet. Ohne Erfolg.

„Wir kennen den Wunsch des Ortsbeirats“, sagt Körles Bürgermeister Mario Gerhold. „Aber wir haben an diesem Weg bewusst auf die Beleuchtung verzichtet.“ Schließlich gebe es bei Dunkelheit eine zumutbare Alternative: Die Berliner Straße, die oberhalb des Fußweges verläuft, ist beleuchtet.

Straßenlaternen zu teuer

Aus Sicht von Ralf Buschbeck, Ortsvorsteher von Empfershausen, ist diese Alternative keineswegs zumutbar. Denn um vom Fußweg auf die Berliner Straße zu gelangen, muss man eine steile Treppe hinaufsteigen. „Für ältere Menschen ist das kaum möglich“, sagt Buschbeck. Zumal die Treppe mit Moos bewachsen und entsprechend rutschig ist. Außerdem wird auf der Treppe kein Winterdienst geleistet – darauf weist ein Schild hin.

Doch damit müssen die Bewohner Empfershausen wohl auch weiterhin leben. Denn Straßenbeleuchtung an dem Fußweg anzubringen, wäre schlicht zu teuer, erklärt Bürgermeister Gerhold. „Da sind schnell 15 000 Euro weg.“ Denn an dieser Stelle seien bislang nicht einmal Straßenbeleuchtungskabel verlegt. Hinzu kämen dann noch die Stromkosten für die Beleuchtung.

„Die Kosten müssen ja auch dem Nutzen angepasst sein“, sagt der Bürgermeister. Und der Nutzen von Straßenlaternen an diesem Fußweg sei nicht sehr hoch. „So viele Menschen nutzen den Weg einfach nicht.“ Und das Problem bestehe ohnehin nur im Winter: „In den Sommermonaten bleibt es ja bis 21 oder 22 Uhr hell.“

Eine ähnliche Situation gebe es auch auf dem asphaltierten Weg zwischen Wagenfurth und Körle. Auch dort sei der Wunsch nach Straßenbeleuchtung geäußert worden, auch dort wurde er abgelehnt – aus denselben Gründen wie in Empfershausen.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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