Kassel-Fritzlar-Bad Wildungen

Linie 500: NVV setzt erstmals Doppeldecker-Busse ein

Vier Meter hoch, 14,5 Meter lang, 86 Sitzplätze: Die neuen Doppeldecker-Busse verkehren ab dem Fahrplanwechsel im Dezember auf der Linie 500 Kassel-Gudensberg-Fritzlar-Bad Wildungen. Bei der Präsentation in Gudensberg fuhren (von links) Bürgermeister Frank Börner, NVV-Chef Wolfgang Rausch, Stadtrat Hartmut Otto (Bad Wildungen) und André Boos (BKW) eine Runde mit. Foto: ula

Gudensberg. Weil die Linie von so vielen Fahrgästen genutzt wird, setzt der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) ab 11. Dezember zum ersten Mal Doppelstock-Busse auf der Linie 500 Kassel-Gudensberg-Fritzlar-Bad Wildungen ein.

Der Blick von oben ist imponierend und manchmal auch ein wenig beängstigend: Wer im 2. Stock des Doppeldecker-Busses ganz vorne sitzt, blickt aus einer ganz neuen Perspektive auf Straßen und Häuser.

Doch dieser Blick ist nur ein Nebenaspekt, denn die beeindruckend hohen doppelstöckigen Busse, die der Nordhessische verkehrsverbund (NVV) ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember auf der Linie 500 zwischen Kassel, Gudensberg, Fritzlar und Bad Wildungen einsetzen wird, bieten vor allem mehr Sitzplätze, mehr Komfort und allerlei technische Besonderheiten.

Es liege an dem hohen Fahrgastaufkommen der „Premiumlinie 500“, dass man sich für die Doppeldecker-Busse entschieden habe, erläuterte NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch bei der Vorstellung des Fahrzeugs in Gudensberg. Da die Busse auf dieser Linie die letzte Strecke auf der Autobahn fahren mit Tempo 100, sind Stehplätze nicht erlaubt. Deshalb suchte der NVV nach einem größeren Sitzplatzangebot und schrieb dies auch so aus.

Die Ausschreibung gewonnen hat der Verkehrsbetrieb BKW aus Bad Wildungen, der fünf der nagelneuen Busse eines niederländischen Herstellers einsetzen wird.

Wie André Boos von der BKW erläuterte, bieten die neuen Busse deutlich mehr Komfort:

• die Sitzabstände sind größer als bisher,

• das Sitzplatzangebot ist um ein Drittel größer,

• es gibt kostenloses W-Lan und USB-Anschlüsse zum Aufladen an jeder Sitzreihe,

• der Dieselmotor ist leise und entspricht der Euro 6-Norm,

• das Oberdeck ist videoüberwacht, Monitore unten zeigen an, ob oben Plätze frei sind,

• alle Sitze haben Sicherheitsgurte, Belüftung und Licht,

• der Zugang ist barrierefrei, der Bus bietet Platz für zwei Rollis und Fahrräder.

Neuer Betriebshof, neue Haltestelle

Wer die Doppeldeckerbusse schon vor dem Fahrplanwechsel in Augenschein nehmen möchte, kann das bei drei weiteren Terminen tun:

• 3. Dezember ab 10 Uhr, Zentraler Omnibusbahnhof Fritzlar,

• 9. Dezember ab 10 Uhr, Rathaus Gudensberg und

• 10. Dezember, 12 Uhr, Bad Wildungen, Brunnenallee.

In Gudensberg wird der Verkehrsbetrieb BKW auf einem Grundstück an der A 49/im Gewerbegebiet einen Betriebshof einrichten, sagte BKW-Geschäftsführer André Boos. Um die enge Bahnhofstraße in Gudensberg zu umgehen und für mehr Pünktlichkeit zu sorgen, wird die Haltestelle von der Bahnhofstraße in die Kasseler Straße/vor dem Edeka verlegt.

Das stündliche Angebot für Bad Wildungen und Fritzlar bleibt weitgehend wie heute. Am Morgen gibt es drei statt einen Schnellkurs nach Kassel und nachmittags zwei nach Fritzlar und Bad Wildungen. Neu sind durchgehende Fahrten von Niedenstein nach Kassel und zurück über Gudensberg.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare