Linke appelliert an Homberger: Asyl ist ein Menschenrecht

Schwalm-Eder. Die Linke appelliert an die Homberger, Toleranz gegenüber Flüchtlingen zu zeigen. „Wer aus politischen oder ethnischen Gründen um seine körperliche Unversehrtheit oder gar um sein Leben fürchten muss und sich auf der Flucht befindet, darf nicht abgewiesen werden.

Deshalb wurde im Grundgesetz das Grundrecht auf politisches Asyl geschaffen“, erklärt Jochen Böhme-Gingold, Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag. Die Asylpolitik entspreche nicht dieser Forderung. Dies widerspreche dem Gebot der Menschlichkeit.

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„Man kann nicht mit Rüstungsexporten Kriege wie in Syrien erst ermöglichen und sich dann über die Folgen wundern“, erklärt Böhme-Gingold. Die Linke fordert für die Flüchtlinge eine menschenwürdige Unterbringung. „Verschimmelte Wände wie in Schwalmstadt sollte es in Homberg nicht geben.“

Kritik übt er an dem ursprünglich Plan, die Erstaufnahmestelle im Kreiskrankenhaus einzurichten: „Nachdem Asklepios das Kreiskrankenhaus von der Kommune fast geschenkt bekommen hat, fordert das Unternehmen als Dankeschön auch noch Miete für die Unterbringung.“

Und er fordert: „Wenn 400 Flüchtlinge Homberg zugewiesen werden, dann muss diese große Anzahl auch durch genügend Sozialarbeiter betreut werden.“ (red)

Quelle: HNA

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