Lastwagen-Fahrer wollte Reh ausweichen und landete im Graben

Niedervorschütz. Ein Reh, welches plötzlich auf die Straße sprang ist laut Polizei die Ursache für einen LKW-Unfall, der sich am Dienstag, kurz nach 23.00 Uhr ereignete.

Der 28-jährige Fahrer aus Marienhütte-Hilter hatte in Dissen/Osnabrück Lebensmittel in seinen Kühllaster geladen und war auf der Bundesstraße 254 nach Schwalmstadt unterwegs. Kurz hinter dem Ortsausgang Niedervorschütz in RichtungNiedermöllrich geschah es dann. Ein Reh kam aus einem Getreidefeld und wollte die Bundesstraße überqueren. Der Fahrer versuchte auszuweichen, geriet dabei aber mit seinem 30-Tonner auf das Bankett. Der LKW rutsche in den Graben und blieb mit der Beifahrerseite schräg an der etwa einen Meter hohen Böschung liegen.

Reh ausgewichen: Lastwagen landet im Graben

Bei dem Unfall war auch der Tank der Zugmaschine beschädigt worden. Dieselkraftstoff tropfte aus dem Tank und sammelte sich in dem Graben. Der Fahrer erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in das Krankenhaus nach Fritzlar gebracht. Wegen dem auslaufenden Kraftstoff wurde n auch die Feuerwehren alarmiert. Unter der Leitung von Stv. Stadtbrandinspektor Stefan Dippel rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus Niedervorschütz, Böddiger, Felsberg und Lohre aus. Die Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle und sperrten gemeinsam mit Polizei und Mitarbeitern der Straßenmeisterei aus Gudensberg die Bundesstraße 254 komplett ab. Diese Straßensperrung musste auch bis kurz vor drei Uhr aufrechterhalten werden. Verkehrsteilnehmer wurden mit Radiodurchsagen auf die Sperrung hingewiesen. Um größeren Umweltschaden zu vermeiden, wurde der auslaufende Kraftstoff von der Feuerwehr in Mulden aufgefangen.

Wegen dem ausgelaufenen Kraftstoff wurde auch die Untere Wasserbehörde beim Schwalm-Eder-Kreis eingeschaltet. Da mehrere Liter Dieselkraftstoff ausgelaufen sind, muss der Graben vermutlich auf einer Länge von etwa fünfzig Metern ausgebaggert werden. Die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten erst nach zwei Uhr wieder in ihre Gerätehäuser einrücken. Ein Bergungsunternehmen aus Kassel konnte mit einem Kran und einem Abschleppfahrzeug den LKW wieder aufrichten und dann auf die Räder stellen. Zugmaschine und Kühlauflieger wurden bei dem Unfall beschädigt. Ob auch die Ladung bei dem seitlichen Aufprall beschädigt wurde, konnte vor Ort nicht geklärt werden. Der Schaden beträgt nach vorsichtigen Schätzungen etwa 30.000 Euro. (zot)

Quelle: HNA

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