Ladung nicht ausreichend gesichert

70.000 Euro Schaden bei Lkw-Unfall auf der A7

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70.000 Euro Schaden bei Lkw-Unfall auf der A7 bei Guxhagen

Guxhagen. Mangelhafte Ladungssicherung ist nach Angaben der Autobahnpolizei die Ursache für einen Lkw-Unfall in der Nacht zu Donnerstag auf der A7 bei Guxhagen.

Kurz vor Mitternacht befuhr der LKW aus Kirgisien die A7 Richtung Norden. Etwa 700 Meter vor der Anschlussstelle Guxhagen, in der Gefällstrecke, musste der 54-jährige Lkw-Fahrer bremsen. Bei diesem Bremsmanöver hielt die aus vier Spanngurten und einigen kleinen Keilen bestehende Sicherung der Ladung - einem elf Tonnen schweren Teleskoplader - dem Druck nicht mehr stand und riss.

Die Maschine rutschte über die gesamte Ladefläche des Aufliegers nach vorn. Die beiden Gabeln des Laders durchbohrten die Frontwand des Aufliegers und schoben die Zugmaschine in die Mittelleitplanke. Der Lkw blieb in der Mittelleitplanke hängen und durchbrach sie nicht. Er blieb quer zur Fahrbahn stehen. Weitere Fahrzeuge waren nicht in den Unfall verwickelt.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Guxhagen und Melsungen waren mit insgesamt 38 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen an der Unfallstelle. Zu Beginn der Bergungsarbeiten wurde der Verkehr von der Autobahnpolizei einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Die Einsatzkräfte aus Melsungen konnten nach kurzer Zeit wieder abrücken, für die Feuerwehrleute aus Guxhagen dauerte der Einsatz bis weit nach 3 Uhr am Donnerstag. Sie sicherten die Unfallstelle und stellten den Brandschutz sicher. Die Feuerwehrleute standen auch bereit, um eventuell bei den Bergungsarbeiten auslaufende wassergefährdende Flüssigkeiten aufzunehmen. Die Einsatzleitung hatte der Guxhagener Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein.

Da sich der Teleskoplader nicht aus eigener Kraft bewegen ließ und die beiden Gabeln verklemmt waren, mussten die Feuerwehrleute mit einem Trennschleifer die Bordwand des Lkw auftrennen. Die beiden Gabeln wurden dann mit einem Hydraulikstempel angehoben.

Mit einem des Bergungsunternehmens wurde der Teleskoplader, der in Fürth aufgeladen worden war und nach Kasachstan transportiert werden sollte, auf die Ladefläche zurückgedrückt und anschließend auf die Mitte des Aufliegers gezogen. Dort wurde er dann ordnungsgemäß gesichert. Anschließend wurde der Lkw aus der Leitplanke gezogen und auf einen Parkplatz in Guxhagen gebracht.

Lkw-Unfall auf der A7 bei Guxhagen

Während dieser Arbeiten war die Autobahn Richtung Nord voll gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Die Behinderungen durch die Bergungs- und Aufräumarbeiten an der Unfallstelle dauerten bis nach 4 Uhr. Der Chef des Bergungsunternehmens schätzt den Gesamtschaden auf etwa 70.000 Euro. Verletzte gab es bei dem Unfall und den anschließenden Bergungsarbeiten nicht. (zotl)

Quelle: HNA

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