Mandatsträger sprachen sich für den Haushalt aus

Jesberg: Das Loch im Etat ist nicht zu stopfen

Jesberg. Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Hundshausen für die Annahme des Haushalts dieses Jahres.

Einmütig waren die Mandatsträger auch der Ansicht, dass ohne Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs ein ausgeglichener Haushalt nicht in Sicht sei.

Unter den momentanen Bedingungen sei es für die Gemeinde schwierig, ihre Aufgaben zu erfüllen. Auch habe sich das Defizit auf 325 162 Euro angewachsen, unter dem Strich fast doppelt so hoch wie im vergangenen Jahr.

Trotz der finanziell angespannten Lage soll in Jesberg und den Ortsteilen dennoch investiert werden. Unter anderem geht es um Kanalarbeiten in Elnrode, die Gilsabrücke in Reptich und den Campingplatz, wie SPD-Fraktionssprecher Günter Noll sagte. Er kritisierte, dass die gestiegenen Schlüsselzuweisungen und der Zuwachs bei der Einkommenssteuer nahezu komplett an den Landkreis für erhöhte Kreis- und Schulumlage fließe.

Ähnlich die Bewertung des Etats durch CDU-Sprecher Heinz Stumpf. Zwar habe es finanzielle Verbesserungen durch Zuweisungen durch das Land gekommen, doch das Geld gehe aufgrund der gestiegenen Kreis- und Schulumlage an den Landkreis. Der will laut Stumpf im kommenden Jahr schwarze Zahlen schreiben. „Vielleicht kommt dann den Gemeinden etwas zu gute.“

Ansonsten sei am Haushalt nichts auszusetzen. Das Defizit könnte sich noch um 50 000 Euro wegen der Lohnforderungen erhöhen. Sorge bereite ihm der Schuldenstand von derzeit acht Millionen Euro, und ein Ende sei noch nicht abzusehen.

Trotz aller negativen Entwicklungen fand der Sprecher der Grünen, Martin Burberg, einen Lichtblick im Etat, nämlich die Investition in den Campingplatz und damit in den für die Gemeinde wichtigen Tourismus. (ras)

Quelle: HNA

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