Einwohner Olberodes mussten drei Tage ohne Busse auskommen – NSE in der Kritik

Lösung erst nach Anfrage

Kein Halt in Olberode: Noch am Mittwoch hing dieses Schild an der Bushaltestelle. Foto: privat

Olberode. Erleichterung bei den etwa 350 Einwohnern Olberodes: Denn der Ortsteil der Gemeinde Oberaula wird seit Donnerstag wieder von Bussen angefahren.

Drei Tage lang waren sie von der Buslinie 470 (Treysa nach Bad Hersfeld) abgeschnitten. „Diese Zwischenlösung haben wir nur unserer Eigeninitiative zu verdanken. Verärgert bin ich immer noch“, erklärte Ortsvorsteher Werner Pfalzgraf auf Anfrage. Erst nach Beschwerden betroffener Olberöder, HNA-Rückfragen und Einschalten von Oberaulas Bürgermeister Klaus Werner wurde bei der Nahverkehrsgesellschaft Schwalm-Eder (NSE) erreicht, dass Busse jetzt bis voraussichtlich 21. August über Neukirchen in Richtung Hauptschwenda und dann über die ehemalige „Panzerstraße“ nach Oberaula fahren und umgekehrt.

Das funktioniert allerdings nur, wenn alle Bewohner der Schwarzenbörner Straße sich daran halten, dass sie ab sofort auf beiden Fahrbahnseiten nicht mehr parken. Dazu wurden sie schriftlich von Bürgermeister Wagner gebeten. Unabhängig davon werden die Haltestellen „Neukirchen-Kurhessenstr.“, „Neukirchen-Elastic“ und „Asterode“ derzeit nicht bedient.

Grund sind Kanal-, Wasserleitungs- und Straßenbauarbeiten in der Hersfelder Straße in Neukirchen im Bereich der Einmündung des Lützelbachweges, die eine Vollsperrung in diesem Bereich zur Folge haben (wir berichteten). Die Umleitungsstrecke führt über Neukirchen - und war bis gestern etwa 400 Meter vom Ortsschild in Olberode entfernt. Das hatte bei Werner Pfalzgraf und seinen Nachbarn für Kopfschütteln gesorgt. „Alle weiteren Abweichungen der Strecke würden zu noch weiteren Verspätungen führen“, hieß es noch am Mittwoch seitens der NSE, die die Verspätung bis dahin mit 10 bis 15 Minuten bezifferte.

„Das große Problem ist, dass der NSE, die Straßenverkehrsämter und die Kommunen nicht miteinander reden. Ich habe die Vermutung, dass hier niemand nachgedacht hat und einfach nur angeordnet wurde“, ist Ortsvorsteher Pfalzgraf der Überzeugung. Dies habe dazu geführt, dass ältere Anwohner am Montag nicht zum Arzt nach Oberaula und Flüchtlinge nicht zum Deutschkurs konnten.

Überhaupt sorgt der Fahrplan der NSE für Unverständnis in Olberode, weil etwa in Oberaula nicht alle Haltestellen angefahren werden würden und laut Pfalzgraf die Busfahrer mehrfach an den Olberödern vorbeigefahren seien, wenn eine Haltestelle nicht auf den Plan stünde.

Keine Probleme in Asterode

Anders sieht das aktuell in Asterode aus. „Ich kann zwar nicht ausschließen, dass die Umleitung für den einen oder anderen bei uns eine Belastung darstellt, aber mir sind keine Fälle bekannt“, sagte Ortsvorsteher Gerald Knab auf Anfrage.

Von Sebastian Schmidt

Quelle: HNA

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