Heute Einweihung für Teilstück bei Marburg

Lückenschluss für die Bundesstraße 3

Schwalm/Marburg. Ein wichtiger Abschnitt der Bundesstraße 3, die unter anderem auch durch Jesberg, Gilserberg und Lischeid führt, wird heute zwischen Gießen und Marburg eröffnet: Fertig sind die letzten 4,6 Kilometer des vierspurigen Ausbaus zwischen den beiden Unistädten.

Das imposanteste Bauwerk der neuen Strecke ist die 300 Meter lange Brücke über die Lahn bei Argenstein, die alleine 19,5 Millionen Euro gekostet hat.

Dazu kommen zwei Millionen für zwei Überführungsbrücken, 26,5 Millionen für den Streckenbau, 2,5 Millionen für eine Biotop-Ausgleichsmaßnahme „Par Allna“ und ungenannte Kosten für Landschaftsschutz, Lärmschutzwände, Hangstützwände und vieles mehr.

Mit historischen Autos

Rund 60 Jahre Planungs- und Baugeschichte sind damit zu Ende, wenn heute der hessische Verkehrsminister Dieter Posch mit örtlicher Prominenz zu einer Einweihungsfahrt mit historischen Fahrzeugen über die neue Bundesstraße 3 startet: Zur offiziellen Verkehrsfreigabe um 14 Uhr startet der Konvoi vom Gasthaus Ochsenburg über den neuen Streckenabschnitt. Der schwierigste Teil der neuen Bundesstraße 3, die zwischen der Marburger Südspange und Fronhausen seit Mitte der 1990er Jahre unter Federführung des Marburger Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) geplant und gebaut wurde, sei die Anschlussstelle am Kieswerk Niederweimar gewesen, sagt dessen Leiter Willi Kunze. „Da haben wir etliche Varianten durchgeplant und diskutiert, damit das auch wirklich funktioniert.

Lange Planungsgeschichte

Der jüngste Neubau der Bundesstraße 3 hat eine lange Planungs- und Baugeschichte. Bereits in den 1950er Jahren gab es erste Überlegungen eines Neubaus von Marburg in Richtung Süden als „Main-Lahn-Schnellweg“, berichtet Kunze.

In den 1960er Jahren sollte es dann eine Autobahn 100 nach Bremen werden, als deren Teilstück wurde die Marburger Stadtautobahn begonnen, die bis Ende der 1970er-Jahre gebaut wurde. Südlich von Marburg ist nun die „Restlücke“ geschlossen. (ky/nh)

Quelle: HNA

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