Luther-Bläserkreis begeisterte das Publikum in der Spangenberger Stadtkirche

Luther‘s Brass steht auf den grünen Schals des Martin-Luther-Bläserkreises aus Achtrup: Der trat am Samstagabend in der Spangenberger Stadtkirche Sankt Johannes – unser Bild - und am Sonntag in den Gottesdiensten in Metzebach und Elbersdorf auf. Foto: Schaake

Spangenberg. Wie eindrucksvoll Blechmusik im Chorraum einer historischen Kirche wirkt, erfuhren die Besucher eines Bläserkonzertes am Samstagabend in der evangelischen Stadtkirche Sankt Johannes in Spangenberg.

13 Männer und Frauen des Martin-Luther-Bläserkreises aus Achtrup im Kreis Nordfriesland boten mit geistlichen Werken des Barock und zeitgenössischen Volksliedern eine erstklassige Leistung. Das Publikum brachte dies in lang anhaltendem Beifall zum Ausdruck. Am Sonntag kamen dann auch die Gottesdienstbesucher in Metzebach und Elbersdorf in den Genuss dieser Musik.

„Hochkarätige, wunderbare Musik” - so hatte Pfarrer Dr. Volker Mantey das Blechkonzert angekündigt. Und nicht zu viel versprochen. Am Ende sagte der Seelsorger, seit zehn Jahren Pfarrer in Spangenberg, herzlichen Dank für ein besonderes Geschenk. Der Achtruper Mantey gehörte 1987 zu den Mitbegründern des Luther-Bläserkreises. Bis zum Beginn seines Studiums 1992 hat er mitgeblasen.

Die Zuhörer saßen am Samstag im Chorraum der Kirche - am Altar in Augenhöhe mit den Bläsern. Die Musik und Lieder waren ein Bekenntnis zum christlichen Glauben und zum Frieden. Der Name sei Programm, sagte Musiker Andreas Köhn: Luther‘s Brass. Luther habe sich ganz schön schwer getan mit seinem Glauben, habe gerungen mit Gott, dem Teufel und der Welt.

„Ein feste Burg ist unser Gott” - mit einer Fantasie zu diesem Lied stimmten die Bläser ein auf die Serenade. „Hebe deine Augen auf zu den Bergen, von welchen dir Hilfe kommt.” Das Oratorium Elias ist nach den Worten Köhns „ein Glaubensbekenntnis par excellence”. Musikalisch umgesetzt wurde auch die Botschaft aus dem Neuen Testament: „Gott geht den Weg des Kreuzes. Er setzt auf Liebe statt auf Macht.”

Zwischendurch stellten sich die Musiker vor: „Vom Schüler über Krankenschwester, Arzt, Installateurmeister bis hin zum Pensionär sind wir eine bunt gemischte Truppe, die das Musizieren mehr oder weniger als Freizeitbeschäftigung betreibt.” Aber man mache nicht nur Musik zum Spaß, sondern auch zum Lobe Gottes.

Das kam auch in den weiteren Stücken zum Ausdruck, zum Beispiel „Bleib bei mir Herr, der Abend bricht herein” und dem plattdeutschen Liebeslied „Dat du min Leevsten büst”. Nach dem Vaterunser erklang „Abend wird es wieder.”

Ein schöner Abend für viele. Der ehemalige Bürgermeister Jürgen Köbberling: „Es hat mir sehr gut gefallen. Alle, die nicht da waren, haben etwas versäumt.” Als hervorragend bezeichnete er die Akustik im Chorraum: „Wir erlebten mit den guten Erläuterungen das Glaubensbekenntnis in ganz anderer Weise, als man es kennt.”

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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