Mit Luther gegen die Kälte: Auf den Weihnachtsmärkten waren warme Getränke gefragt

In Fritzlars guter Stube: Die Budengasse auf und neben dem Marktplatz lud an drei Tagen zum Bummeln und Stöbern ein. Für besondere Atmosphäre sorgte die Beleuchtung. Fotos: Zerhau (3), Meinicke (2)

Fritzlar/Homberg/Niedenstein. Eisige Temperaturen herrschten am Wochenende auf den Weihnachtsmärkten. In Fritzlar, Homberg und Niedenstein erhielten Warmgetränke wie Glühwein, Kaffee und Punsch den Vorzug vor Bier und Limonade.

Beim Weihnachtsmarkt in Fritzlar drängten sich die Besucher drei Tage lang durch die festlich geschmückte und beleuchtete Altstadt.

Vielseitig war das Musikangebot beim 40. Weihnachtsmarkt. Von Christmas-Swing mit den Urban Swing Workers über den Katholischen Bläserchor bis zum Musikverein Ungedanken reichte das Spektrum. Am Sonntagmittag gab es einen besonderen Ohrenschmaus: Tenor Claus Durstewitz, ein echter Fritzlarer Junge, sang mit seiner Partnerin, Sopranistin Katerina Beranova, stimmungsvolle Weihnachtslieder.

Von der größten Kerze der Region am Turm der Hohenburg, war am Samstag nichts zu sehen. Dichter Nebel verhinderte die Sicht. Umso romantischer wirkten die stimmungsvoll beleuchteten Büdchen auf dem Homberger Marktplatz. Die Besucher des Clobesmarktes drängten sich um die zahlreichen Glühweinstände. Auch heißer Met wurde angeboten und passend für die Reformationsstadt gab es "Luthers Tintenklecks" - ein Kräuterlikör aus Thüringen. Im Backbüdchen gestalteten Kinder Kekse und Plätzchen mit bunten Streuseln. Die Kleinsten vergnügten sich auf Kutschen und Pferdchen des historischen Karussells. Das angebotene Kunsthandwerk aus der Region zeugte vom Fleiß und Können.

Weihnachtsmarkt in Fritzlar

Auf der großen Bühne rockte Christian Durstewitz mit seiner Band. Phantasievoll waren die Kostüme der vier Musiker. Vom Saxofonspieler ganz als Weihnachtsbaum verpackt, war gerade noch das Gesicht zu erkennen. Neben bekannten Songs wie „Jingle Bells“ gab es Eigenkompositionen. Zuvor waren Sängerin Ronja Röse mit kleiner Formation sowie Mika Beyer am E-Piano aufgetreten.

Pralle Sonne statt dichter Nebel beim Weihnachtsmarkt in Niedenstein. Nach dem Gottesdienst in der Kirche füllte sich der Platz am Sonntag rasend schnell. 34 Stände mit weihnachtlichen Accessoires sowie Speisen und Getränken lockten die Besucher an. Musikalisch bereichert wurde der Weihnachtsmarkt unter anderem durch Schul- und Kindergartenchöre sowie dem Gastchor aus Gleichen.

Von Peter Zerhau und Michael Meinicke

Quelle: HNA

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