Mehr als 300 Malsfelder unterschrieben gegen Erhöhung seit Jahresbeginn - Zwei- und Dritthund jetzt wieder günstiger

Luxus-Hundesteuer wieder zurückgenommen: Tierfreunde protestierten

Malsfeld. Nur für einen Monat erhob die Gemeinde Malsfeld eine wahrhaft luxuriöse Hundesteuer: 120 für den zweiten Hund und 180 Euro für den dritten Vierbeiner. Ab Februar werden die erst im Dezember von der Gemeindevertretetung beschlossenen Steuersätze wieder zurückgenommen.

Das entschied das Parlament am Donnerstag, nachdem Tierfreunde vor dem Rathaus protestiert und über 300 Unterschriften gegen den Dezember-Beschluss an die Fraktionen übergeben hatten.

Künftig zahlen die Malsfelder - wie im Dezember beschlossen - 60 Euro für den ersten Hund, aber ab 1. Februar dann nur noch 70 für den zweiten und 80 Euro Steuern für den dritten Hund. Einstimmig folgte das Parlament mit diesem Beschluss einem Vorschlag der SPD. Die hatte pikanterweise Ende vergangenen Jahres die Luxus-Sätze der Hundesteuer mit ihrer Mehrheit beschlossen.

Donnerstag nun brachte Fraktionsvorsitzender Helmut Weber einen Antrag der SPD ein, um „die sehr hohe Steigerung“ zu korrigieren. Denn schließlich hatten die Hundehalter in Malsfeld noch bis Ende 2010 für das erste Tier 34 Euro gezahlt. Bei den beschlossenen 60 Euro für den Ersthund bleibt es. Aber die Anhebung von 55 auf 120 Euro für den Zweithund und von 74 auf 180 Euro für das dritte Tier wurde zurückgenomen. Mit Beginn des Februar müssen für den zweiten und dritten Hund eines Halters nur zehn beziehungsweise 20 Euro mehr als für den ersten Vierbeiner gezahlt werden.

Wenn er denn nicht aus dem Tierheim Beuern zu seinem neuen Halter nach Malsfeld kam. Denn dann verzichtet die Gemeinde im ersten Jahr sogar gänzlich auf die Hundesteuer, im zweiten und allen Folgejahren kosten Vierbeiner aus dem Tierheim Beuern in Malsfeld auch dann nur 60 Euro,wenn sie als zweites oder drittes Tier gehalten werden.

„Das Tierheim müssen wir unterstützen“, sagte GL-Fraktionschef Lothar Kothe, der sich allerdings wunderte, dass die SPD noch in der Finanzausschusssitzung vor einer Woche eine andere Meinung vertreten habe. Zu diesem Sinneswandel hätten sicherlich die Unterschriftenlisten beigetragen, mutmaßte er.

Von einer „bemerkenswerten“ Unterschriftensammlung sprach FDP-Mann Reinhold Hocke. (and)

Quelle: HNA

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